Möchte mal ein paar Anmerkungen zu diesem Thema machen.
Es ist bekannt, dass für die Sekundärprophylaxe nach TIA bzw. ischämischen Insult ASS gut verträglich realisiert wird. Die Messmethode zur Messung der Hemmung der Zusammenballung von Blutplättchen lässt sich, ganz im Gegensatz zur Quick/INR-Bestimmung aber schlecht standardisieren.
Deshalb begann man mit Kombinationen wie die Kombination mit dem Wirkstoff Dipyridamol (Aggrenox) und Clopidogrel (Plavix oder Iscover). Die Kombination von ASS und Clopidogrel hat in einigen Studien nicht überzeugen können, Nachteile sind freilich ebenfalls nicht hinreichend belegt.
Die MATCH-Studie zeigte, dass die doppelte Thrombozytenaggregationshemmung im Rahmen eines Schlaganfalls das Behandlungsergebnis nicht verbessert, sie führt zu mehr schweren Blutungen.
Sanofi-Aventis Bristol-Myers Squibb entwickelte ferner ein Kombinationsarzneimittel bestehend aus Clopidogrel und Acetylsalicylsäure, dessen Zulassung aber scheiterte.
Am 23. Mai 2008 teilte Sanofi Pharma Bristol-Myers Squibb dem Ausschuss für Humanarzneimittel(CHMP) offiziell mit, dass das Unternehmen seinen Antrag auf Genehmigung für das Inverkehrbringen von DuoPlavin zur Prävention von atherothrombotischen Ereignissen zurücknimmt. DuoPlavin hätte als Tabletten, die 75 mg Clopidogrel plus 75 mg Acetylsalicylsäureenthalten, und als Tabletten, die 75 mg Clopidogrel plus 100 mg Acetylsalicylsäure enthalten, erhältlich sein sollen.
Letztendlich kann nur der behandelnde Arzt eine richtige Medikation bestimmen, da er alle relevanten Erkrankungen und Risiken des Patienten kennt.
Mit besten Grüßen
Willi Daniels