#1

Schlaganfall(minor) unterschätzt?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 18.08.2009 17:15
von Abakus45 • 1 Beitrag

Hallo,

am 8. Juli-dem 12. Geburtstag meiner Tochter- hatte ich nach dem Aufstehen ein Schwächegefühl im linken Bein- ich hielt es für ein Rückenproblem-, so habe ich erst mit meiner Familie Geburtstag gefeiert und bin dann erst zum Hausarzt gegangen. Der wies mich sofort im Karnkenhaus ein.(Notarzt wurde wieder abbestellt, da es ja auch ein Rückenproblem sein könne.)Dort blieb ich noch 2 Stunden im Wartezimmer. Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt war klar-das zeigte das KMRT Bild, ich hatte eine Liasion im Kopf, also ein Schlaganfall minor. Der Chefarzt der Neurologie entließ mich, auf Drängen meines Vaters und mir, und wir konnten 2 Wochen nach Menorca fliegen-derUrlaub war schon Monate vorher geplant und meine Kinder hätte eine Absage als erstes getroffen. Ich war dort sehr vorsichtig-wenig Hitze und Alkohol und jeden Tag eine tablette Asprin zusätzlich zu zur Prophylaxe.Aber die Angst vor einem Rezidiv schwingt immer mit?Habe ich da was zu befürchten? Ich nehme jetzt 100mg ASS und die TEE im Krankenhaus hat ergeben, dass mein Herz in Ordnung ist. Erst Donnerstag dieser Woche habe ich einen Termin beim Neurologen bekommen-also übermorgen-, der mir wahrscheinlich eine Physiotherapie verschreibt.Meinem Bein geht es übrigens etwas besser.

Wie groß ist die Gefahr ein Rezidiv zu erleiden?
War ich zu leichtfertig?

Vielen herzlichen Dank für eine Antwort schon an dieser Stelle!
Liebe Grüße,
Abakus45

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#2

RE: Schlaganfall(minor) unterschätzt?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 19.08.2009 08:21
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Abakus,

es war sicher ein wenig leichtsinnig nach einem Schlaganfall ohne genauester Suche nach der Ursache in Urlaub zu fliegen. Aber das ist Vergangenheit und es ging gut, daher muss man darüber nicht mehr groß reden.

Viel wichtiger ist es nun, möglichst die Ursache zu finden, die Risikofaktoren zu erkennen und diese zu minimieren. Dieses ist unbedingt erforderlich um eine gute Sekundärprävention durchzuführen.

ASS mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure ist sicherlich ein gutes Medikament um einen Rezedivapoplex zu verhindern. Dennoch muss man sagen, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Ich selbst habe nach meinem Schlaganfall ASS 100 bekommen, drei Monate später kam es zu einem weiteren Ereignis. Mit ASS 300 gings dann weiter, wiederum 3 Monate später kam der nächste Schlaganfall. Danach wurde ich umgestellt auf Marcumar, selbst da kam es laufe der Jahre zu weiteren TIA´s. Man sieht, es gibt keine Sicherheit vor weiteren Schlaganfällen.

Wichtig ist seinen Lebensstil evtl. zu verändern. Dieses erreicht man durch mehr Bewegung, gesunder Ernährung und durch die Reduzierung von Stress. Das ist nicht immer einfach, Ziel und Wirklichkeit driften da oftmals sehr auseinander.

Mit besten Grüßen
Willi Daniels


"Schenke jedem Tag ein Lächeln und er lächelt zurück."

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