Ich habe in der Vergangenheit an vielen Kongressen und Symposien zur Gesundheit teilgenommen und manchmal habe ich mich gefragt, um wen es eigentlich geht. Steht in unserem Gesundheitswesen wirklich der Patient an vorderster Stelle?
Ab und zu habe ich das Gefühl es ist nicht so. Es wird sehr viel entschieden ohne den Patienten mit einzubinden. Aktuell ist z.B. die Verpflichtung durch den Gesetzgeber, Palliativteams im Rahmen einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), flächendeckend zu schaffen. Der Patient/Bürger hat keine Wahl der Mitbestimmung.
Wir sind hier in meinem Landkreis auf der Suche nach Möglichkeiten, wie wir die Gesetzesauflage bestmöglichst für den Patienten umsetzen. Dabei kam mir die Idee, ein erforderliches Palliativteam nicht als Medizinisches Versorgungszentrum, GmbH, eGmbh oder als eingetragener Verein zu schaffen, sondern als Aktiengesellschaft. M.E. wäre da der Vorteil dass sich die Bürger mit einbringen können, sie durch Besitz einer Aktie ein Mitspracherecht erwerben. Ich denke das wäre eine intensivere Überlegung wert, denn nur so ist eine Mitgestaltung durch den Bürger gewährleistet.
Einige Ärzte fänden diese Art der Beteiligung im Gesundheitswesen durch Patienten gut, sie würde zeigen dass es um uns geht...um den Patienten.
Würde mich freuen eure Meinung dazu zu lesen.
Mit besten Grüßen
Willi Daniels