#1

Patientenverfügungen

in SCHLAGANFALL - Was nun? 17.11.2009 12:33
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Mit dem Gesetz über Patientenverfügungen gibt es einen Rechtsrahmen für Ärzte und Patienten.

Ärzte müssen in Zukunft Patientenverfügungen befolgen, auch wenn dies den Tod der Erkrankten bedeuten kann. Der Bundestag hat einen entsprechenden Gesetzentwurf nach einem sechs Jahre andauernden Streit verabschiedet. Gian Domenico Borasio, Professor für Palliativmedizin an der Universität München, klärte in einem Interview mit der SZ auf, welche Folgen die Entscheidung haben wird.

Borasio: Es wird viel Aufwand getrieben, der ungewollt ältere Menschen am friedlichen Sterben hindert. Zum Beispiel ist bei weit fortgeschrittener Demenz eine künstliche Ernährung nicht indiziert. In der letzten Lebensphase verspüren die Patienten so gut wie nie Hunger. Das Durstgefühl korreliert bei Sterbenden nicht mit der zugeführten Wassermenge, sondern mit der Trockenheit der Schleimhäute. Mundpflege ist der beste Schutz vor Durst. Viele Menschen in Deutschland bekommen dennoch in der Sterbephase eine Menge Flüssigkeit, was durch Wassereinlagerung in der Lunge zu Atemnot führen kann.

Ich denke und halte es für unbedingt erforderlich, dass Patientenverfügungen nur zusammen mit einem Arzt gefertigt werden, zumindest nach einer eingehenden Beratung.

Denn welcher Bürger weiß wie oben von Prof. Borasio angesprochen, welche Folgen gewisse Maßnahmen haben können. Letztendlich geht es um den Patienten, dem ein würdevoller Abschied ermöglicht werden sollte.

Hier zwei Links um sich über die ganze Thematik ein besseres Bild machen zu können.

http://www.sueddeutsche.de/politik/213/472735/text/

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/522/364342/text/2/

Würde mich sehr interessieren wie ihr darüber denkt. Keiner kann sagen, das betrifft mich nicht, denn wir werden alle einmal in diese Situation gelangen.

Mit besten Grüßen
Willi Daniels


"Schenke jedem Tag ein Lächeln und er lächelt zurück."

zuletzt bearbeitet 17.11.2009 13:27 | nach oben springen

#2

RE: Patientenverfügungen

in SCHLAGANFALL - Was nun? 17.11.2009 20:15
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Ich habe eine Patientenverfügung und bin erleichert , das sie endlich ihre langverdiente Rechtsgültigkeit hat.
Das war m.E. schon lange überfällig.
Ich habe sie zwar nicht mit meinem Doc gemacht , aber ich denke , da ich eben mit diesen älteren und Dementen arbeite,kann ich das auch so gut abschätzen.
Bekomme ja oft genug mit , wie hier und da noch rumgedoktort wird.
Da stehen wir von der Pflege leider meistens machtlos daneben.


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#3

RE: Patientenverfügungen

in SCHLAGANFALL - Was nun? 18.11.2009 16:55
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Corinna,

natürlich bist Du und einige andere, die tagtäglich beruflich damit zu tun haben, nicht angesprochen. Mir ging es um den Bürger, der zwar vieles hört, auch sieht, aber dennoch nicht wirklich weiß was das Thema Patientenverfügung betrifft.

Daher auch meine Empfehlung, ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen.

Mit besten Grüßen
Willi Daniels


"Schenke jedem Tag ein Lächeln und er lächelt zurück."

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