#1

Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 23.11.2009 13:31
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Liebe Leser,

auch im Bereich Schlaganfall sollte man für den Bereich Palliativmedizin ein offenes Ohr haben, versterben doch jährlich ca. 40.000 Betroffene nach diesem Ereignis.

Da m.E. im Palliativbereich trotz neuer Gesetzgebung einiges verbessert werden könnte, habe ich mich entschlossen einen offenen Brief an unseren neuen Gesundheitsminister, Herrn Dr. med. Philipp Rösner, zu schreiben.

Der Einsatz der Telemedizin könnte Verbesserungen für die Betroffenen, aber auch für die Angehörigen bringen. Ich denke die Politik wäre gut beraten sich der Problematik anzunehmen und dafür zu sorgen, allen Bürgern eine bessere Versorgung zukommen zu lassen.

In der nachfolgenden Anlage kann sich der Interessierte Leser gerne informieren.

Mit besten Grüßen
Willi Daniels


Dateianlage:

"Schenke jedem Tag ein Lächeln und er lächelt zurück."

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#2

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 26.11.2009 08:54
von Admin • 34 Beiträge

Beigefügt die erste Resonanz, erschienen in der SZ - Ebersberger SZ.

Quelle: Ebersberger SZ - SZ


Dateianlage:

zuletzt bearbeitet 26.11.2009 15:31 | nach oben springen

#3

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 31.12.2009 15:07
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Passend dazu ein kurzes Interview mit dem Ärztepräsident J.D. Hoppe.
Wäre ja schön , wenn nach Worten auch mal Taten folgen würden.

«Der Patient hat das Recht auf einen würdigen Tod»
Frankfurt/Main (APD) Die Zahl der Palliativstationen und Hospize in Deutschland sollte nach Ansicht von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe deutlich erhöht werden
Auf diese Weise könnte auch die aktive Sterbehilfe eingedämmt werden, sagte Hoppe der Nachrichtenagentur DAPD. Nachfolgend das Interview im Wortlaut:

http://de.news.yahoo.com/1/20091231/thl-...en-5e422d2.html

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#4

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 12.01.2010 13:36
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Corinna,

es ist sicherlich richtig mehr Palliativstationen und Hospize zu fordern. Doch diese Forderung widerspricht dem Wunsch des Bürgers. 80 % der Bürger wünschen sich ein würdevolles versterben im Kreise ihrer Angehörigen.

Ich bin mir sicher, dass man mit meiner Idee mit Einsatz der Telemedizin in der SAPV es mehr Menschen ermöglichen kann. Ich bin gespannt wann es zu einem Termin im Bundesgesundheitsministerium kommt und wie dann das Interesse der Politik zu diese Thematik ist.

Eines kann ich schon jetzt sagen, das Interesse bei den Playern im Gesundheitswesen ist da.

Mit besten Grüßen
Willi Daniels


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#5

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 15.01.2010 11:50
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Ist wohl wahr , das die meisten zuhause im Kreise ihrer Angehörigen sterben möchten.
Allerdings denke ich 80% der Bürger , die in einer Familie leben
Aber trotzallem halte ich es für wichtig , das die Zahl der Hospize und Palli-Stationen erhöht werden und auch flächendeckender verteilt werden.
Gerade im Hinblick auf dem demographischen Wandel.
Die Anzahl der Alleinlebenden/Kinderlosen wird ja stetig mehr,also auch die Zahl derer ohne Angehörigen.
Und bei der Richtung des Gesundheitswesen werden sich die allerwenigsten eine 24h Pflege zuhause leisten können,kann ja heute schon kein Mensch mehr bezahlen.
Denen muss auch Rechnung getragen werden.

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#6

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 15.01.2010 12:33
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Corinna,

wenn es mit unserem Gesundheitswesen so weiter geht, können wir es auch nicht mehr bezahlen. Wenn man den Nachrichten glauben darf wird da einiges an Kosten auf die Bürger zukommen,z.B. Zuschläge bei Krankenkassenbeitrag, evtl. Mehrwertsteuerzuschläge für das Gesundheitswesen. Selbst in EU-Kreisen wird vorgeschlagen, dass die Länder z.B. die MWSt. erhöhen um Defizite zu verringern.

Wenn wir wie Hoppe fordert, die Zahl der Palliativstationen und Hospize drastisch erhöhen - dies befürwortet auch das Bayerische Gesundheitsministerium in einem Schreiben vom 23.12.09 an mich - wird dieses dazu betragen dass die Kosten noch mehr in die Höhe schnellen. Zudem bezweifle ich dass z.B. bei einer bundesweiten Aufstockung nicht das dafür benötigte Potential an Palliativärzten vorhanden ist. Prof. Borasio von der Ludwig-Maximiliansuniversität München hat in einer Ausschußsitzung des Bundestages im Frühjahr die fehlende Ausbildung der Medizinstudenten in der Palliativmedizin angeprangert. Derzeit werden nur ca. 10 % aller Medizinstudenten in Deutschland in der Palliativmedizin gelehrt. M.E. deutlich zu wenig.

Der Einsatz der Telemedizin im Palliativbereich würde laut mittlerweile vielen Fachleuten zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt wäre, dass durch die Telekonsile es zu einer Weiterbildung bei den Ärzten vor Ort kommt, da ja das Miteinbinden von Interdisziplinären Palliativ-Zentren angedacht ist. Diese Erkenntnis beruht auf den Erfahrungen beim Einsatz der Telemedizin im Schlaganfallbereich, wie z.B. bei TEMPiS. Langfristig würde es auch zu einer Kosteneinsparung für die Leistungsträger kommen.

Beste Grüße
Willi Daniels


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#7

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 15.01.2010 13:16
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Fehlende Aus/Weiterbildung der Ärzte oder explodierende Kosten im Gesundheitswesen,das ist ja alles hinreichend bekannt,mir aber ehrlich gesagt zu pauschal.
Ich finde das mit der Telemedizin vom Prinzip her auch prima.
Aber trotzdem gibt es noch die immer mehr werdenen Singlehaushalte und die 20% , die nicht zu Hause sterben wollen , eine nicht gerade geringe Gruppe.
Um die ging es mir hauptsächlich in dem vorherigen Thread.
Ich kann da jetzt nur für mich sprechen,ich möchte nicht , das meine Kinder oder Wilfried dabei sind.
In den letzten drei Tagen war ich phasenweise nicht in der Lage alleine zur Toilette zu gehen oder ohne Rumschmieren zu trinken und das ist noch richtig harmlos im Gegensatz zu anderen Krankheitsbildern
Ich für mich selber , möchte nicht das sie mich so sehen,ob nun mit Unterstützung vom Arzt oder ohne.
Und ich bin der Meinung , so denken auch noch andere.
Für uns muss es doch dann auch einen Ort geben.

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#8

RE: Pflege und Palliativversorgung

in Pflege 17.01.2010 11:07
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

So wie Du denken und empfinden viele. Doch einen "Ort" für Dich und diejenigen die auch Deiner Meinung sind gab und wird es immer geben.

Die geplante Telemedizin in der SAPV soll bei kommunikations- wahrnehmungsgestörten Patienten zum Einsatz kommen, denn diese Patienten müssen angesehen werden, und das nicht von einem Hausarzt sondern von einem ausgebildeten Palliativmediziner. Und gerade diese sind in der Regel derzeit in Kliniken beschäftigt und nicht im ambulanten Bereich angesiedelt.

Das Problem bei der ganzen Palliativmedizin ist, dass man (die Politik) die SAPV ins Leben gerufen hat bei einer genau genommen nicht vorhandenen APV. Richtig wäre erst einmal eine gut funktionierende APV und danach eine SAPV. Vergleicht man es mit einem Eisberg, so kümmert man sich nun um die Spitze (also der geringste Teil des ganzen) und nicht um die Masse.

Beste Grüße
Willi Daniels


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