#31

RE: reha und pflege daheim

in SCHLAGANFALL - Was nun? 21.12.2009 16:44
von Klausp • 99 Beiträge

Hallo Anja,

ich habe mir gerade auch mal deinen Blog angesehen.
Ich denke, ihr macht das alles genau richtig.
Ich wünsche dir und deinem Papa viel Erfolg bei eurer REHA


Lieben Gruß

Klaus

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#32

RE: reha und pflege daheim

in SCHLAGANFALL - Was nun? 29.12.2009 17:07
von Mimianja • 19 Beiträge

hallo nochmal!

mittlerweile ist papa seit einer woche in münchen in der klinik. dort macht er weiterhin frühreha, die aber nur für 4 wochen genehmigt ist. gibt es erfahrungswerte, wie lange die weiter bewilligt wird, oder ob man da überhaupt länger bleiben kann? leider hat er in der letzten woche keine fortschritte gemacht, da keine therapien stattgefunden haben.

auch jetzt hat er immernoch keine sprachtherapie, was ich nicht nachvollziehen kann. bisher habe ich von station auch noch keine antwort auf mein warum. trotz allem ist er in den letzten tagen immer ein klein wenig wacher geworden. er kann jetzt viel mehr verstehen und zeigen was er möchte, was ich ein gutes zeichen finde. sein "sprechen" hat sich auch stark verändert. anfangs kam nur dididididadaddada und jetzt hört es sich an wie eine fremdsprache. er gibt sich solche mühe, bekommt dabei aber keine unterstützung.

zudem bekommt er jetzt eine kontraktur in der gelähmten hand, auch das macht mir sorgen. dazu wird nur gesagt, dass die physiotherapeuten das schon überwachen und im notfall einfach schmerzmedis geben. ist das normal? irgendwie gefällt mir das nicht.

mein hauptproblem ist aber halt die dauer der frühreha bzw. die chancen auf verlängerung. wenn da nichts geht, kann ich meine reha nicht antreten. daheim muss ich auf alle fälle bei der versorgung helfen.

gruß
anja


http://mimianja.blog.de/

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#33

RE: reha und pflege daheim

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.12.2009 15:50
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Hallo Anja

Wie lange eine Reha letztenendes dauert , ist wohl von Fall zu Fall unterschiedlich.
Mein Mann z.B. war neun Wochen in stationärer Reha und vier Wochen in ambulanter Reha/AHB.
Hast Du Dich denn mal erkundigt , wie es nach der Reha weitergehen kann ?
Krankenkasse,sozialer Dienst,evt. beim Pflegedienst ?
Bei meinem Mann in der Reha gab es extra eine Ansprechpartnerin , die auch alles notwendige in die Wege geleitet hätte.
Ich halte es schon für sehr wichtig , das Du Deine Reha antrittst,gerade weil ja einiges dranhängt.
Vielleicht überlegt ihr euch das ja doch mal in aller Ruhe mit einer Kurzzeit-oder Verhinderungspflege.
Du könntest dann zur Reha und zuhause kann alles soweit möglich vorbereitet werden.

LG
Corinna

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#34

RE: reha und pflege daheim

in SCHLAGANFALL - Was nun? 01.01.2010 14:24
von Elke Rosenfeld • 84 Beiträge

Hallo Anja,

hört sich ja nicht gerade gut an bei euch.

Du solltest unbedingt dahintersitzen, dass dein Vater ausreichend Therapien bekommt.

Wie lange so eine Reha verlängert werden kann ist wie gesagt ganz unterschiedlich! .. Aber auch da solltest du möglichst Druck machen.

Dass kaum Therapien stattgefunden haben, mag ja auch an den Feiertagen (und mangeldem Personal) liegen... Aber vielleicht geht darüber ja auch was als Begründung für eine Verlängerung. (So habe ich das bei meinem Mann auch mal erlebt)

Deine eigene Reha halte ich auch für unbedingt notwendig. Du wirst deine Gesundheit noch brauchen und es hilft niemanden wenn du die vernachlässigst!
Wenn gar nichts anderes geht, denke ich auch wäre eine Kurzzeitpflege für deinen Vater eine Möglichkeit!

Ich wünsche euch, dass ihr ganz bald Lösungen findet und dein Vater doch noch entsprechend threapiert wird, um weitere Fortschritte zu machen!

LG
Elke

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#35

RE: reha und pflege daheim

in SCHLAGANFALL - Was nun? 01.01.2010 21:47
von Mimianja • 19 Beiträge

hallo!

heute ging es papa garnicht gut. er hatte starkes augen flimmern (nystagmus), war ganz apathisch und hat mich nicht erkannt. panik pur bei mir und meiner mutter. der dienstarzt war aber bald da und hat ihn für ein ct ins schwabinger krankenhaus geschickt um eine hirnstammblutung auszuschließen. bis wir in der klinik waren, war papa wieder wie vorher, hat auf fragen reagiert und aufforderungen befolgt, nur die augen haben noch gezuckt. was nun genau rausgekommen ist, erfahre ich erst in einer stunde, da darf ich auf station nochmal anrufen. fühle mich total ausgelutscht.

mit der versorgung daheim sind wir ein stück weiter. wir haben uns erstmal entschlossen, einen pflegedienst kommen zu lassen und zusätzlich für die erste zeit eine haushaltshilfe einzustellen. hier werden wir auf die legalen vermittlungsargenturen aus polen zurückgreifen, denn sonst wird es nicht mehr finanzierbar.

hat irgendjemand hier erfahrung mit haushaltshilfen aus polen?

trotzdem hoffe ich sehr, dass es jetzt nichts schlimmeres ist und er noch eine weile in der frühreha bleiben kann. ich möchte selbst nicht auf reha gehen und nicht wissen, wie es daheim läuft.

gruß
anja


http://mimianja.blog.de/

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#36

status epilepticus

in SCHLAGANFALL - Was nun? 10.04.2010 12:38
von Mimianja • 19 Beiträge

hallo ihr!

mein papa hatte sich nach seinem schweren schlaganfall im november wieder einigermaßen aufgerappelt. er war seit 5 wochen daheim und wurde von meiner mutter, einer haushaltshilfe und mir versorgt. nach wie vor konnte er nicht reden und ist rechtsseitig gelähmt. trotzdem hat er rege am tagesablauf teilgenommen, versucht zu sprechen und sich mittlerweile schon alleine im bett auf und in den rolli umgesetzt. er hat späßchen gemacht und wieder am leben teilgenommen.

es lief wohl zu gut bei uns. vor 3 tagen hatte papa einen status epilepticus und konnte erst nach über 20 stunden wieder raus geholt werden. die erste prognose der ärzte war sehr schlecht, mittlerweile geht es etwas besser. ob nun weitere hirnschäden entstanden sind, ist noch nicht absehbar. papa reagiert kaum noch, versucht auch nicht mehr zu sprechen und hat enorme probleme beim schlucken. an kauen ist momentan garnicht zu denken.

netterweise hat die logopädin ihm milchpudding gefüttert, jetzt hat er auch noch tierisch durchfall und ist total wund. zudem hat er durch den katheder wieder eine blasenentzündung (die 5. dieses jahr) und es sieht so aus, als ob er durch die aspiration gestern, auch noch eine lungenentzündung bekommt. ob da noch irgendein antibiotika wirkt, weiß ich auch nicht. um irgendeine art der ernährung kümmert sich in der klinik keiner, was ich höchst dubios finde. heute morgen habe ich es mit viel geduld geschafft, ihm 450 kcal in form von trinknahrung zu geben.

daheim hatte sich so langsam alles eingespielt, jetzt stehen wir wieder am anfang. eigentlich wissen wir nichtmal, ob er es überhaupt schafft. ich laufe auf dem zahnfleisch und habe keine ahnung, wo ich die kraft hernehmen soll um für ihn da zu sein. meiner mutter geht es nicht viel besser. papa kämpft aber tapfer weiter und das hat er immer schon gemacht.

hat jemand erfahrungen, bezüglich der ersten zeit nach einem status? weiß jemand, ob die valporinsäure ihn evtl so dämpft? ich bin ziemlich neben der rolle und schaffe es gerade nicht mich in der klinik durchzusetzen, damit mal ein neurologe mit uns spricht. die zuständige ärztin (gastroenterologin) gibt sich zwar mühe, hat aber kaum ahnung.

gruß

anja


http://mimianja.blog.de/

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