#1

Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 29.08.2010 02:03
von tapsline • 4 Beiträge

Hallo,

ich bin neu hier, weil ich nicht mehr weiter weiß ich bin total verzweifelt und find keine richtige Antwort im Netz.
Vorgestern der 27.08.2010 war ein ganz schrecklicher Tag der für mich.
Ich ( 42 Jahre )habe meine Mutter 75 Jahre,wie ein jämmerliches Häuflein zu Hause bei ihr auf dem Boden liegend um 14 Uhr gefunden.
Sie lag in ihrem Erbrochenen und atmete röchlartig.
Ich war so verwirrt,das ich noch nicht mal die Nummer vom Notarzt mehr wußte.
Ich habe ganz schnell stabile Seitenlage gemacht, ihr mit meinem Finger die Reste vom Erbrochenen rausgemacht und bin wie eine irre zur Nachbarin gelaufen umd den Notarzt zu rufen.
Der kam eigentlch auch ganz schnell und dann auch gleich der Rettungswagen.Zum Notarzt habe ich noch gesagt ich kam glaube ich noch zur rechten Zeit,weil ich dachte es war ihr Mittag was noch auf dem Tisch stand.( Im Nachhinein haben meine Tochter und ich festgestellt, das es das Abendbrot gewesen ist und sie dort ca.18 Stunden gelegen haben muss und kurz vorher habe ich mit meiner Mutter telefoniert und meine Tochter auch noch also am Donnerstag abend)
Und nach ca.1 Stunde haben sie,meine Mutter mit ins Krankenhaus genommen,dort haben sie 2 Stunden gebraucht um sie Transportfähig zumachen um in ein 45 Km nahegelegenes Krankenhaus zu fahren.
Ich habe in der Zeit die Sachen gepackt und meine Tochter benachrichtigt, weil ich vor Schreck nix gefunden habe.
Am Abend sind wir dann nach der Klinik gefahren wo meine Mutter auf der Intensivstation liegt.
Nach dem Gespräch mit dem Facharzt, sagte er das meine Mutter einen Hirnschlag erlitten hatte und ins künstliche Koma versetzt wurde, eine OP ist nicht mehr möglich weil der Hirnschlag mehr als 12 Stunden her war und er gibt uns nicht viel Hoffnung das sie noch mal erwachen wird.Mehr wirder uns erst am Montag sagen können, da wollen sie gucken wie weit das Wasserwas sich um den Gerinsel gebildet hat zurückgegangen ist.

Meine eigentliche Frage, ich komme nämlich nicht zu Ruhe, mich macht der Gedanke fertig das meine Mutter dort so lange gelegen hat und dann vieleicht noch bei bewußtsein.

Nach einem Hirnschlag,ist man dann bewußtlos oder ohnmächtig oder hat sie die ganze Zeit dort gelegen und sich gequält.

Denn sie muss vorher erbrochen haben, weil sie genau auf dem rücken lag,sonst wäre sie ja erstickt.

Und machen bewußtlose,kurz mal die Augen auf? weil sie hat mich einmal angeguckt,oder jedenfalls die Augen geöffnet.
Und als die Arzte da waren hat sie auch mal kurz geöffnet, weil der Arzt nähmlcih zu mir gesagt hat sie hat nichts davon mitbekommen, als sie da lag.
Aber wenn ich doch nichts merke dann kann ich doch auch nicht den Arm bewegen, als sie versucht haben ne Vene zu finden dann hat sie ganz fürchterlich mit dem Arm gezittert, als ob ihr das weh tut.Sie haben nämlich keine Vene gefunden und mussten paar mar stechen und sie hat so sehr geblutet.


Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand antworten würde, ich bin total am boden zerstört, weil sie so lebenslustig war und wir noch kurz bevor das passiert ist telefoniert haben, hätte ich später telefoniert mit ihr wäre sie viel früher gefunden worden, denn wenn sie nicht ans telefon ran gegangen wär hätten wir gewußt das was nicht in Ordnung ist.
Und meine Tochter war noch am Donnerstag bei ihr Mittagessen,weilsi eben noch selbst gekocht hat und fit war.
Ich danke Euch im voraus.

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#2

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.08.2010 12:48
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo,
das kann ich gut nachvollziehen, dass das vorgestern ein schrecklicher Tag war. Also, man muss zunächst unterscheiden ob es ein Blutgerinnsel ist (Verstopfung einer Blutbahn) oder eine Hirnblutung.
Eine Verstopfung macht in der Regel keine Schmerzen (so war es zumindest bei mir 3 x), es geht halt schlichtweg irgend was nicht mehr (Sprache, Arm, Hand, Bein, Gesicht hängt usw.), dagegen macht eine Blutung angeblich richtige heftige Kopfschmerzen und das Gehirn schwillt an und darum muss man in den meisten Fällen den Kopf öffnen, dass der Druck weg gehen kann.
Wenn Deine Mutter schon beim Abendessen das Problem hatte, dann ist das natürlich eine sehr lange Zeit bis sie im Krankenhaus war.
Ob Bewusstlose die Augen aufmachen kann ich nicht sagen, denke aber eher schon.
Du musst jetzt einfach (einfach gesagt) warten wie sich die Lage entwickelt und hoffen!
Denke die Ärzte können nach ein paar Tagen schon einschätzen wie sich das Ganze entwickelt.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut und Deiner Mutter gute Genesung. Denke daran, bei SA hat das Wort "Zeit" eine ganz besondere Bedeutung.
Herzliche Grüße
Johannes

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#3

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.08.2010 23:36
von tapsline • 4 Beiträge

Hallo Johannes,

danke für deine Antwort.
Also meine Mutter wird nicht mehr zu sich kommen, sie liegt im sterben ( neues CT am 30.08 )und sie geben ihr nur noch paar Tage.
Das Hämotom oder weiß ich was, drückt das Gehirn langsam zusammen bis der Tod eintritt.
Ich bin total am Ende sie ist die beste Mutter, ich werde noch verrückt, weil ich immer das Bild vor mir habe wie ich sie gefunden habe.Das macht mich total fertig.
Heute haben sie bei ihr ne Lungenentzündung, festgestellt und das den Prozess nochmal verkürzen wird.

Aber sie merkt nichts im Künstlichen Koma nach Aussage der Ärzte, merkt sie wirklich keinen Schmerz im künstlichen Koma,
ich habe sone Angst das sie sich quält-
Als wir heute da waren, haben wir mit ihr gesprochen und aus ihren Augen kam ein kleines Tränchen,ich habe solche Angst das sie Schmerzen hat und sich nicht äußern kann.
Kann es sein das sie doch was merkt, sie ist doch aber total im Tiefschlaf,es kann doch nicht sein ne?

Sagt mir sie leidet nicht ne?

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#4

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 31.08.2010 07:32
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo,
danke für Deine traurige Antwort und die schlimmen Tage die Dir bevor stehen. Ich denke, dass die Ärzte Deine Ma wirklich so im Griff haben, dass Sie keine Schmerzen hat, da musst Du einfach Vertrauen haben.
Ich wünsche Dir und allen Angehörigen ganz viel Kraft für diese schlimmen Tage des Wartens und zusehen müssens bis ein geliebter Mensch sterben kann.
Nach Deinem ersten Beitrag hatte ich breits Schlimmes vermutet, das Du jetzt leider bestätigst. Vielleicht ein kl. Trost, dass Deine geliebte Ma nicht mit schlimmsten Behinderungen und voll pflegebedürftig weiter leben muss. Um das zu verstehen braucht es aber bestimmt eine gewisse Zeit. Habt Ihr mal zusammen über solche Dinge geredet? Hier ist wirklich ganz wichtig ein Patiententestament und eine Vorsorgevollmacht und das bereits in jungen Jahren. Muss sagen, das ist meine 83 jährige Mutter seit meiner Krankheit recht fortschrittlich, die hat alles geregelt und ich auch.
Lieber Gruß, meine Gedanken sind wenn auch unbekannterweise bei Euch.
Johannes

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#5

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 01.09.2010 22:30
von tapsline • 4 Beiträge

Hallo Johannes,

ich danke dir für deine lieben Worte.
Wir haben darüber geredet und sie sagte immer nur ,ich möchte nich im Rollstuhl sitzen oder Bettlegerich sein.
Das war ihr größte Angst und Sorge und sie hatte es immer wieder,wenn mal so ein Thema war gesagt umfallen und Tod wollte sie sein.
Es gibt keine Patientenverfügung, die Ärzte hatten mich gefragt, was meine Mutter wollte und sie wollte dies alles nicht
in dem Zustand in dem sie jetzt ist das habe ich ihnen gesagt.
Sie war an sich fit, natürlich hatte sie hier und dort ein Zipperlein, regelmässig unter ärztlicher Kontrolle,da sie ja Zucker hatte.Sie hat gekocht, getan gemacht.Ich kann es immer noch nicht glauben und richtig fassen was passiert ist.
Noch weilt meine Ma unter uns, ich fahre sie jeden Tag mit meiner Tochter besuchen.Mir sind die 90 km die ich jeden Tag
fahre egal,aber vieleicht spürt sie ja das wir da sind, wir haben ihr auch bilder hingestellt auf denen ich und meine 2 Geschwister sie Tag und Nacht behüten.
Heute sah sie so rosig aus, als schläfe sie nur.

Ich liebe sie so sehr, ich habe ein recht enges Verhältniss mit ihr gehabt, gegenüber meinen Geschwistern, da ich das Nesthäckechen war und in ihrer Nähe wohne, ich war immer für sie da und werde es immer sein.

Lieber Johannes, ich danke dir nochmals, das du mir geantwortet hast und
ich wünsche dir und deiner Familie vom ganzen Herzen das allerbeste und Gute.

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#6

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 02.09.2010 09:06
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo,
danke für Deine bewegende Antwort. Ich finde es sehr gut, dass Du den Willen Deiner Ma kennst und danach handeln kannst. Es ist auch gut, dass die Ärzte wohl auch ohne ein Schriftstück auf diesen Willen der Mutter den Du jetzt für sie geäußerst eingehen wollen. Das ist doch beruhigend, oder?
Ja, den Satz tot umfallen und das war´s habe ich auch schon gehört und auch für mich selbst gedacht. Eine Diskussion vor nicht allzu langer Zeit im TV hatte mich jedoch eines Besseren belehrt. Eine Psychologin sagte, dass das dann ganz schwer ist für die Familie, weil einfach nichts bleibt zum Verabschieden. Das könnt Ihr noch machen, durch Besuche, reden und die Bilder auf dem Bettkästchen. Dass das nicht einfach ist kann ich gut verstehen.
Wünsche Euch weiterhin viel Kraft und Energie für diese schlimme Zeit des Abschied nehmens.
Liebe Grüße
Johannes

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#7

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 03.09.2010 20:16
von dorina2602 • 38 Beiträge

Hallo,

ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

...mach Dir keine Vorwürfe!!!... "hätte ich früher angerufen, etc.".... wer ahnt oder weiß denn sowas im voraus? Wir sind alle leider (oder manchmal auch zum Glück) keine Hellseher...

LG

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#8

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 09.09.2010 01:01
von tapsline • 4 Beiträge

Hallo ihr lieben,

ich möchte mich noch mal bei Euch bedanken, das ihr mir mit euren Worten Trost in meinen schweren Tagen gegeben habt.
Gestern Abend ist meine Mom eingeschlafen, sie ist jetzt an einem friedlichen Ort.
Ich selber kann es für mich noch nicht realiesieren und bin irgendwie total neben mir, da es alles so plötzlich und alles so schnell ging.
Sie ist jetz bestimmt bei meinem Vater und meinen drei Brüdern und es geht ihnen bestimmt sehr gut.
Meine Mom muste nicht leiden und das ist das ,was sie sich und ich mir immer für sie wünschte.

LG Tapsi

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#9

RE: Hirnschlag

in SCHLAGANFALL - Was nun? 09.09.2010 07:18
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo,
zuerst einmal mein herzlichstes Beileid zum Tod Deiner lieben Mam. Hatte schon befürchtet, dass sie verstorben ist weil länger jetzt nichts hier von Dir zu lesen war. Wenn ich so lese, sie ist jetzt bei Deinem Pa und Deinen drei Brüdern dann hast Du schon ganz schön viel verkraften müssen.
Tröste Dich, dass sie kein langes Leiden ertragen musste, so wie sie es ja selbst es immer wollte.
Wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Tage und Wochen.
Lieber Gruß
Johannes

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