#1

Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.09.2010 23:56
von Birsch • 2 Beiträge

Hallo zusammen,

auf der Suche nach Infos über SA und Reha Maßnahmen bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Meine Mutter (70) wurde am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert. Diagnose : SA
Aber Symptome gab es schon am Sonntag... falsch gedeuted, da sie u.a an einer Lebensmittel Allergie leidet, die (wenn sie auftritt ) ähnliche Symptome bereitet, aber nicht weiter gefährlich ist (Kreislauf, Kopfschmerz, Erschöpfung)
Sie ist immer recht fit gewesen, fährt bzw. fuhr noch Auto und lebt alleine.
Nun hat sie´s erwischt und ihre rechte Seite ist betroffen mit unkoordinierten Bewegungen des Armes und des Beines, Sprach- und Sehstörungen. Die Sprachstörungen halten sich zum Glück in Grenzen, allerdings ist sie immer müde und ein Taubheitsgefühl an verschiedenen Stellen ist auch da. Das Gesicht sieht allerdings nicht "schief" aus.
Sie kann sich alleine setzten und mit Hilfe auch aufstehen, gehen geht allerdings nicht wirklich :( Drei "Gänsefüßchen vor, drei zurück... Ende. Sie wird bereits logopädisch und physiotherpeutisch unterstützt und am Montag folgt nochmals ein CT.
Tut mir leid, dass es so lang wird.
Eines Ihrer liebsten Hobbies ist der PC und das Internet... nein nicht spielen... viel lesen... viel lernen... super Wissbegierig.


Hat jemand Erfahrung wie das mit der Reha aussieht? Welche Aussichten hat sie, "ihr" Leben (weitestgehend) wieder zu bekommen?

LG Birsch


Lebe und geniesse jeden Tag!

zuletzt bearbeitet 30.09.2010 23:57 | nach oben springen

#2

RE: Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 01.10.2010 09:36
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo und willkommen im Forum!
Schlimm was Deiner Mutter passiert ist und vor allem der Zeitverlust vom Erkennen bis zum Handeln. Wie Du vielleicht schon gelesen hast gilt der Grundsatz "Time is brain". Aber, wie Du beschreibst sieht es ja gar nicht so dermassen schlecht aus. Man muss einfach abwarten und mit der Therapie beginnen und sehen wie sich Deine Mutter entwickelt. Sie darf sich nur nicht hängen lassen und muss schon Willen zeigen anzukämpfen. Ich kenne wirklich viele SA Patienten auch durch meine Selbsthilfegruppe und das sind wirklich schon ganz tolle, positive Dinge geschehen.
Was gut ist, wenn Deine Mutter gerne am PC sitzt, da kann sie sich informieren und auch austauschen. Aber auch Bewegung und Kontakte sind wichtig. Man muss jetzt kurzfristig sehen wie es in der Klinik geht, dann folgt die Reha und dann kann man mehr sagen. Ich wünsche Deiner Mutter auf jeden Fall eine gute Genesung und viel Kraft und Willenstärke mit diesem Vorfall fertig zu werden.
Herzliche Grüße
Johannes

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#3

RE: Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 02.10.2010 12:05
von hotte • 5 Beiträge

Hallo Birgit,
auch mich hat`s getroffen. 64 Jahre und immer fit. Plötzlich und völlig unerwart schepperte es am 3.05.2010 an der belgischen Nordseeküste. Liebe Mitmenschen brachten mich ins Oostender Krankenhaus. Nach einiger Zeit konnte mich meine Tochter dort abholen.Da ich in meinem Haus allein lebte und gut zurecht kam, wurde ich die ersten Wochen bei meiner Tochter einquartiert. Das war auch gut so. Denn eine gewise Angst für einen weiteren SA ist permanent vorhanden. Alle Hoffnungen wurden nun auf die Reha gesetzt, um verlorengegengene Fähig- und Fertigkeiten wiederzuerlangen. Ich hatte mich bereits früh für die Mauritiusklinik in Neuss-Merbusch entschieden.Eine gute Therapieklinik mit vielen Möglichkeiten. Sie siegt am Stadtrand von Düsseldorf und somit auch für eventuelle Besuche gut erreichbar. Die Landschaft drumherum ist meines Erachtens nicht so ausschlaggebend wie der Kontakt zu Freunden, Kollegen usw.. Nun zur Kostenübernahme! Dies ist sehr unterschiedlich. Es kann die Krankenkasse, die BfA, oder eine private Krankenversicherung sein. Diesbezüglich ist es wichtig, dort unmittelbaren Kontakt aufzunehmen unter Schilderung der Umstände. Des weiterenn ist es ganz wichtig, den behandelden Arzt einzubeziehen. Er muss ja die medizininische Befürtortung schreiben. Am besten ist es immer, wenn es sich um eine Krankenhausanschlussheilbehandlung handelt. Also gleich vom stationären Krankenhausaufenthalt ab in den stationären Rehabilitationsaufenthalt in einer speziellen Klinik. Auch erscheint es wichtig, diesbezüglich die anvisierte Rehaklinik um Rat zu fragen. Die dortige Verwaltung wird sicher gerne weiterhelfen. Ich kann für mich sagen, dass mir der Rehaaufenthalt gerade in psychicher Hinsicht viel gebracht hat, Die vielen täglichen Therapien haben haben mir gezeigt, was ich alles noch kann bzw, neu erlernen muss. Darauf baue ich zur Zeit auf, in der Hoffnung, bald wieder mein eigenes selbständiges Leben fortführen zu können.
Sicher, man darf nicht zuviel Erwartungen, dann folgt u.U. eine Enttäuschung. Aber wenn man will, geht noch vieles!
Deiner Mutter und Dir alles Schöne und Gute sowie baldige Rehabilitationserlebnisse!
hotte


zuletzt bearbeitet 02.10.2010 12:15 | nach oben springen

#4

RE: Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 03.10.2010 23:45
von Birsch • 2 Beiträge

Hallo Johannes, hallo Hotte,

erst mal vielen Dank für Eure Antworten und Infos.

Hier hat sich auch schon ein bischen was getan. Neben den Therapien, die bereits im Gang sind, wird noch (wie schon gesagt) ein CT gemacht und eine Herzuntersuchung. Danach wird wohl darüber entschieden wie´s weitergeht: Reha, wann wo etc. Habe schon mit dem Arzt im KH gesprochen. Meist gehen die Patienten direkt vom KH in die Reha. Das wäre natürlich ideal.

Auch bei meiner Mutter hat sich was getan. War sie am Mittwoch und Donnerstag noch sehr müde und redete langsam, suchte oft nach Wörtern und nuschelte auch zwischendurch, war mein Erstaunen nicht grade gering, als ich am Freitag morgen mit ihr telefonierte und sie munter und fidel plauderte, ja sogar zwischendurch kicherte/ lachte. Nicht so redegewandt wie sonst, aber deutlich besser als die Tage zuvor. Auch psyschich scheint es ihr besser zu gehen (Sie plant schon ihr Heimkommen und was alles vorbereitet werden soll) Da musste ich sie allerdings etwas bremsen Aber es war einfach toll und ich hoffe, es geht weiter bergauf.

Arm, Bein und Auge machen allerdings ganz schön Probleme... nicht das Bewegen selber, aber das Kontrollieren der Bewegungen und das Taubheitsgefühl. Hier hoffen wir, dass sich auch das bessert und sie wieder die Koordination lernt.

Unser Nachbar erzählte mir auch prompt, dass seine Mutter vor einigen Jahren ebenfalls einen SA hatte und inzwischen wieder (fast) alles wie früher sei. Da er selber Krankenpfleger ist, wird er bestimmt das seine dazu getan haben. Nichts desto Trotz gibt es Hoffnung.

Nochmals vielen Dank für Eure Antworten und Euch natürlich alles Gute und weitere Fortschritte.

Ich werde weiter hierher kommen, zum lesen und schreiben und vielleicht lernt ihr ja auch meine Mutter kennen..

Birsch


Lebe und geniesse jeden Tag!

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#5

RE: Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 04.10.2010 09:00
von mikesch • 48 Beiträge

Hallo,
na das hört sich doch schon ganz gut an. Freut mich sehr. Du musst auf jeden Fall darauf drängen, dass die Mutter sofort vom Krankenhaus in die Reha kommt. Ein Umweg über zu Hause finde ich nicht so gut.
Ganz toll ist, dass das mit dem Reden schon so klappt und sie telefonieren kann.
Dann hat in der nahen Zukunft Ergotherapie, Krankengymanastik und Logopädie einen festen Platz und wenn die Mutter motiviert ist und auch selbst übt werden sich sicher gute Erfolge einstellen. Ich wünsche es Euch von Herzen.
Weiterhin alles Gute
Johannes

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#6

RE: Jetzt ist es passiert... SA

in SCHLAGANFALL - Was nun? 04.10.2010 13:37
von hotte • 5 Beiträge

Hallo Birgit!
Da kann ich mich nur den Worten von Johannes anschließen. "Klingt alles gut!" Jetzt dran bleiben. Eine Anschlußreha wäre auf jeden Fall das Beste. Bei mir lagen fast 3 Monate zwischen Krankenhaus und Reha. Das war eindeutig zulange. Aber die Reha hat`s gebracht. Meine Betrachtungsweise meiner SA-Folgen haben sich geändert. Ich bin stabiler geworden. Nun bin ich seit August 2010 wieder fähig, meinen Alltag alleine zu packen. Natürlich unter Mithilfe lieber Nachbarn und der Tochter. Tägliche Gespräche - und wenn es am Telefon ist, sind ganz wichtig. Dann auch tägliche Bewegung! Bewegung ist Leben!
So oft wie möglich, die Sensomotorik der Finger, der Hand, des Armes sowie der Beine trainieren. Es wird wieder werden! Sicherlich ist es mühsam und langwierig. Aber es wird! Weiterhin alles Gute! hotte

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