#1

Bessere Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Pflegeberufen bekämpfen Fachkräftemangel

in Pflege 22.10.2010 16:08
von INSULTHILFE E.V. • 191 Beiträge

Berlin - Zu den aktuellen Ergebnissen des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifor und der Beratungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (PWC) zum drohenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen erklärt die zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPDBundestagsfraktion Mechthild Rawert:

Ohne offensive politische Anstrengungen zur Behebung der ständig größer werdenden Schere zwischen Versorgungsangebot und - nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und Pflege droht dem Gesundheitswesen in Deutschland ein Kollaps - so das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifor. 2030 werden im stationären und ambulanten Bereich, aber auch in der häuslichen Pflege, knapp eine Million Fachkräfte fehlen. Diese Herausforderungen an unsere noch stärker auszubauenden integrierten Versorgungsstrukturen des Gesundheitssystems sind nur in einem gemeinsamen föderalen Kraftakt zu bewältigen. Notwendig ist eine offensiv agierende Initiative Gesundheits- und Pflegeberufe, wie wir sie bereits in der AG Gesundheit diskutieren.

Unser Gesundheitswesen muss für die Gegebenheiten einer älter werdenden Gesellschaft im Einwanderungsland Deutschland noch besser strukturell aufgestellt werden. Bundes- und Landesregierungen und alle Kräfte der Selbstverwaltung sind dringend aufgerufen, sich der Behebung des Fachkräftemangels vor allem in der Pflege und den zahlreichen Gesundheitsfachberufen zuzuwenden.

Um auch junge Menschen für personenorientierte Dienstleistungsberufe im Gesundheitswesen und in der Pflege zu gewinnen, bedarf es JETZT eines massiven Ausbaus der Aus-, Fort- und Weiterbildung, einer stärkeren Durchlässigkeit zwischen den Berufssektoren und auch einer stärkeren Akademisierung bisheriger Gesundheitsfachberufe. Ausländische Berufsabschlüsse sind schneller anzuerkennen und ggf. Module einer Anpassungsqualifizierung zu entwickeln.

Vor allem aber bedarf es attraktiverer Arbeitsbedingungen für die derzeit Beschäftigten, damit die Verweildauer in den Berufen erhöht wird. Eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren Gesundheits- und Pflegefachkräfte aber letztlich nur durch eine höhere Bezahlung. Frauen sind längst nicht mehr bloße "Zuverdienerinnen", sondern pochen auf adäquate Bezahlung, auf gleiches Geld für gleichwertige Arbeit.

Herausgeber Thomas Oppermann MdB
Redaktion Hannes Schwarz
Telefon (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18
Telefax (030) 227-568 69
E-mail presse@spdfraktion.de
http://www.spdfraktion.de

nach oben springen

#2

RE: Bessere Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Pflegeberufen bekämpfen Fachkräftemangel

in Pflege 22.10.2010 21:51
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Die müssen schon viel früher anfangen.
Solange die meisten Schulen ein stellenweise immens hohes Schulgeld verlangen,werden die mit netten Sprüchen auch nicht weit kommen.
Zudem ich auch der Meinung bin , das der Pflegekollaps nicht kommt , sondern schon längst da ist.
Der Zeitkorridor für die Pflege als solches wird immer enger,ich denke in der ambulanten Pflege ist es merklich schlimmer als stationär.
Zeit für den Menschen , den man vor sich hat , muss man sich wirklich stehlen.
Von der " Erfindung Mindestlohn " möchte ich garnicht erst anfangen, der ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht aller Pflegenden.
Aber ich bin mal gespannt auf die Ergebnisse der AG , wenn es denn überhaupt welche geben wird.

nach oben springen

Kostenloser Counter
Besucher
0 Mitglieder und 8 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: beni
Forum Statistiken
Das Forum hat 1630 Themen und 6678 Beiträge.

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0