Hallo,
ich schreibe zum ersten Mal in meinen Leben in ein Forum. Bin so dankbar, dass es sowas wie dieses Forum gibt.
Vorallem, schön, dass ihr es auch nutzt.
Ich bin 26 Jahre alt und hatte am 8. November 2010 einen Schlaganfall in Italien. Bin sofort wieder nach Deutschland gekommen. NAch einer Woche stroke unit und 5 Wochen Reha, geht es mir soweit körperlich ganz gut. Die Lähmung hat
sich vollständig zurückgebildet. Neuropsychologisch auch alles in Ordnung.
Habe 3 Wochen eine Wiedereingliederung gemacht und arbeite seit 1,5 Wochen wieder auf Vollzeit.
Klingt für euch wahrscheinlich, so wie für viele andere in meinem Umfeld, nach "alles super".
Aber ich habe Angst. Jeden Tag lebe ich mit einer fürchterlichen Angst. Ich weiß das klingt verrückt. Aber jedes Kribbeln, jedes Taubheitsgefühl, jedes Herzrasen bringt mich dazu in mich zu halten - alles zu bewegen, zu reden um zu überprüfen, ob ich noch reden kann.
Eine Ursache für meinen Schlaganfall hat man nicht gefunden. Habe bisher alles falsch gemacht: bin nicht dick, habe noch nie geraucht und keine Drogen genommen. Bin sportlich, ernähre mich gesund. Und trotzdem hat es mich ereilt.
Ich war glücklich und froh, dass es mir nach meinen täglichen Kampf gegen die Schwäche gelungen ist, wieder fast so zu sein wie früher.
Heute z.B. fühlt sich der rechte Arm wieder komisch an. Irgendwie anders als sonst. Ich weiß nicht wieso. Ich sitze hier, schreibe zum ersten Mal in einem Forum und bin froh, dass ihr meine Tränen nicht sehen könnt. Ich habe Angst ins Krankenhaus zugehen, weil sie mich womöglich dort behalten werden. Das will ich nicht. Ich will mein altes Leben.
Ich sage schonmal danke für'S "Zuhören"...
Liebe Grüße,
Dani