#1

Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 12.01.2011 01:14
von Der Sorgsame • 2 Beiträge

Hallo liebe Damen und Herren,

ich habe mich auf der Suche nach Symptomen von Migräne & Schlaganfall dank Google hierher verirrt.
Desweiteren hoffe ich, dass mir hier weiter geholfen werden kann.

Es geht um meine Freundin, die gestern den 11.01.2011, um ca. 21:50 Uhr einen Migräne- oder Schlaganfall erlitten hat.


Kurz zur Geschichte, wie ich auf Migräne komme:

Meine Wenigkeit ist 20 Jahre jung, fleißig in der Ausbildung als Kaufmann für Bürokommunikation bei der knapp 86 km entfernten Landeshauptstadt München.

Jeden Arbeitstag steige ich um 06:02 Uhr in den Zug von Ingolstadt nach München.
An einem Montag, holte ich mir bei der Verkaufskette Yormas für 1,00€ einen Cappuccino. Im Zug setzte ich mich hin und versuchte noch ein bisschen Schlaf während der Fahrt zu erreichen.

Bei knapp der Hälfte der Strecke (Pfaffenhofen), passierte es, (als der Zug langsam zum Bahnhof Pfaffenhofen einfuhr) dass ich auf beiden Augen einen Tunnelblick entwickelte, welches solch ein Ausmaß hatte, dass ich schon dachte, ich würde erblinden.

Wie bei einer Kreislaufschwäche sah ich farbige Punkte im inneren Auge, die nach knapp 20 sekunden verschwanden. Mein Tunnelblick hielt noch weiter an. Gut 5 minuten kämpfte ich mit "schneller Atmen", "mehr Blut ins Hirn pressen", dass es ein Ende nimmt. Kalter Schweiß bildete sich ebenfalls. Herzrasen bzw. erhöhte Herzfrequenz war - wohl durch den Schock - ebenfalls da.

Nun denn segnete ich - im Geiste - den Herrn, der sich neben mir niedergelassen hat denn, wenn man alleine hockt und so etwas einem passiert fühlt man sich ein bisschen hilflos...

Als ich in München angekommen war, bin ich sofort zur S-Bahn (ohne mir einen zweiten Cappuccino zu holen) in Richtung Arbeit. Davor noch kurz halt beim BackWERK gemacht. 4 Käsesemmel, zwei belegte Semmeln mit Wurscht, Salat ect. sowie 2 Croissants und ein paar Butterbrezen sollten den Kreislauf wieder in Stimmung biegen.

In der Arbeit angekommen, wurde mir übel. Kopfschmerzen einseitig waren vorhanden, dann zur anderen Seite wechelnd. Zwar nicht die schlimmsten (da sind Verspannungskopfschmerzen weitaus schlimmer) aber dennoch üppig.

Als mein Ausbilder mich gesehen hat (das war während den Sommerferien 2009) meinte er, dass ich zum Arzt gehen sollte.
Bin also zuerst zur Apotheke, ob die kurz den Blutdruck messen könnten.

Ich müsste lügen, aber der Blutdruck müsste soweit bei (120/80 ist normal, oder?) 68/45 gelegen haben...

Bin dann zum Arzt geschickt worden. Die nette Ärztin konnte mir nicht helfen und hat dann bei einem Neurologen angerufen. Gesagt getan, zahlte mir die Ärztin die Taxifahrt zum Neurologen. Wohl aus Angst, dass ich hätte kolabieren können.

Neurologe meint: Infektion...

Na dann,... Kann sein, weiß ich nicht.

Auch 2 Tage darauf habe ich im inneren Auge einen "schwarzen transparenten Balken" gesehen. Sprich, ich durfte z.B. nicht auf die Wörter, die ich hier auf dem Monitor schreibe schauen, sondern leicht darüber oder darunter (peripherisches sehen).

Okay, jetzt zum eigentlichen Thema.

Meine Freundin rief mich um 18:13 Uhr an, damit wir uns einfach hören. Um 19:30 Uhr, hatte Sie einen Termin mit Ihrer Mutter bei irgend einem Faschingsverein (wird dort wohl was geplant).

Sie rief mich um 21:30 Uhr nochmals an mit der Frage, ob ich ein Lied bearbeiten könnte, privatlich (Ja, meine Herzlosigkeit ist Musikproduzent :-)). Daraufhin das bejahen und die Forderung, dass Sie mir per SMS bescheid gibt um welches Lied es sich handelt.

Um 22:02 Uhr kam die SMS an.

Um 23:00 Uhr rief sie mich an, sie wäre nun Zuhause und erzählte mir, dass es Ihr nicht gut ginge.

Darauf hin habe ich weiter nachgehakt. Sie hat (wie bei mir, ähnliche Sympotmatik) in den Augen oberes Sichtfeld "Wellen" (eventuell Aura?) gesehen. Unteres Sichtfeld war mit schwarzen Punkten versehen.

Sie konnte keinen Satz mehr normal aussprechen meinte sie. Sprich, Wörter vertauscht, unfähig klar zu denken.

Dies hielt circa 30 Minuten. Die SMS die sie mir geschrieben hat und ich die um 22:02 erhalten habe, hat knapp 10 Minuten gedauert zum schreiben. Normal ist sie ziemlich flott. Dafür bräuchte sie (für 2 - 3 Sätze) kaum mehr als 40 sekunden.

Sie meinte, sie hätte nichts gesehen.

Nun denn, hab dann weiter gefragt ob Kopfschmerzen oder ähnliches.
Ja, Kopfschmerzen "mittig" vorhanden.

Der linke Daumen began während des Gesprächs taub zu werden. Darauf hin meinte ich, dass sie Luft kneten sollte. Kurze Zeit später, wurde die Zunge linksseitig taub. Anschließend der Gaumen - auch linksseitig - und zuletzt der linke Fuß.

Migräne wird doch von Stress ausgelöst beziehungsweise ist es doch ein "mitauslöser", oder? Hab Ihr auf den Ingolstädter Christkindelsmarkt mal einen Stresskiller Tee gekauft. Scheint Ihr zu helfen, denn sie ist oft in Stress.

Sie zeigte mir auf ein Blatt, was die Chefin für sie ausgeschrieben hat, welche Tätigkeiten sie alles erledigt. Für das Geld, was sie bekommt, würde ich maximal ein Viertel davon in Angriff nehmen (Pardon, ich schweife ab. Politik ist auch einer meiner Interessen, ebenso das Lohndumping in DE.........)

Gut möglich, dass der Stress von der Arbeit kommt, denn sie war heute 1 Stunde länger in der Arbeit (normal feste Arbeitszeiten...)

Ich entschuldige mich für den ultra langen Text. Mit sicherheit habe ich mehr unnützes erzählt, als eigentlich sein sollte.
Jedoch müsst Ihr bedenken, dass ich gerade jetzt ziemlich zerstreut bin, da ich 86 km entfernt hier hocke.


Auch desweiteren, wurde mit einer "ähnlichen" Symptomatik (Sprachausfall, Gedächtnis- und Konzentrationsstörung) ein Mitschüler von mir in Mitleidenschaft gezogen. Er ist ein 1er Schüler, kann sich etwas gelesenes schnell merken usw. doch Aufgaben, die er zuvor gelernt hatte, konnte er während der "Migräne" Attacke, die dann bei Ihm Diagnostiziert wurde, nicht lösen.

Könnt Ihr mir sagen, Migräne oder eine vorform des Schlaganfalles?

Denn ich kann mich nicht erinnern, dass bei mir etwas taub wurde.

Ich sitze auf heißen Kohlen....


Mit freundlichen Grüßen
Stefan

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#2

RE: Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 14.01.2011 08:16
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Stefan,

das ist ja wirklich ein langer Beitrag. Nicht einfach Dir auf alles eine Antwort zu geben. Da ich schon wieder auf dem Sprung bin fasse ich mich sehr kurz.

Es wird sich hier niemand finden der eine "Diagnose" stellen kann, das wäre totaler Blödsinn. Nicht einmal ein Arzt würde sich auf eine Ferndiagnose einlassen.

Denke, dass einige weibliche Mitglieder dieses Forums Dir einiges zu Migräne und ihren Auswirkungen sagen könnten. Drücke die Daumen dass sich einie äußern.

Beste Grüße
Willi Daniels


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#3

RE: Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 17.01.2011 11:53
von Der Sorgsame • 2 Beiträge

Hallo Willi,

danke für deine Antwort.

Ja, der Beitrag ist bisschen lang geworden - habe mich aber noch einigermaßen kurz gehalten.

Weiteres ist in der Zwischenzeit passiert.

Sie ist am nächsten Tag (12.01.2011) zum Arzt gegangen. Natürlich konnte sie aus Angst kaum schlafen und hat knapp 1 1/2 Stunden Ihres nächtlichen Gutes zu sich genommen. Ihre linke Seite war ebenfalls noch leicht taub.

Nach der Untersuchung meinte der Arzt, es käme vom Stress...

Sie hat ein paar Herztropfen bekommen, mit der Begründung, dass der Puls wieder bisschen hinunter soll. Sie hatte einen Puls von 120/180. Anscheinend irgendwelche Beruhigungstropfen.

Blut wurde Ihr ebenfalls entnommen. Ob der Arzt auch auf Schlaganfall getestet hat, weiß ich nicht.

Leber, Niere, ect. scheint alles okay zu sein.

Sie ist am 14.01.2011 nochmals zum Arzt gegangen, dieses mal mit dem Verdacht auf einem eingeklemmten Nerv. Der Arzt fühlte kurz ab und meinte, dass das eher unwahrscheinlich sei.

Desweitern klagt sie auch noch heute über Nackenschmerzen.

Ich habe sie gestern knapp 1 1/2 Stunden lang massiert mit Voltaren Schmerzgel. Beim massieren hatte sie höllische Schmerzen. Auch während der Massage, wurde ihre linke Seite taub, sowie Kopfschmerzen, die anschließend auftraten.
Ihr Nacken ist ziemlich geschwollen.

Möglich, dass das nun ein eingeklemmter Nerv ist? Denn großartig verspannt war sie nicht. Der Muskel rund um das Schlüsselbein (nahe Schulter) schmerzte gewaltig. Ebenso auch der Nacken.

Selbst weit oben des Nackens (so ziemlich da, wo der Hinterkopf beginnt) schmerzte es gewaltig.

Nun denn, mit der Diagnose "Stress" kann ich jetzt nicht viel Anfangen...

Vielleicht irgend ein Anhaltspunkt was es sein könnte? Eine bloße Vermutung, damit ich weiß ich welche Richtung ich denken soll...

Grüße
Stefan

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#4

RE: Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 19.01.2011 08:29
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Stefan,

sorry, aber für mich ist das alles ein zu großes "Durcheinander". Ich würde mich bemühen dass ein MRT gemacht wird. Darin lässt sich feststellen, ob ein stiller Schlaganfall vorliegt, der ein großer Risikofaktor für einen Schlaganfall ist. Sollte sich einer herausstellen, so müssen die Ärzte versuchen, das Risiko medikamentös, aber durch Lebensstilveränderung.

Beste Grüße
Willi Daniels


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#5

RE: Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 21.01.2011 20:29
von Bmitte • 31 Beiträge

Nur ein tip arzt soll mal im blut suchen sollen angeblich viele migräne patienten haben, Phosforlipidsyndrom, sagte mir mal ein arzt, bin selber schlaganfall betroffene, hatte auch oft migräne vorher lg aus berlin

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#6

RE: Migräne oder Schlaganfall?

in SCHLAGANFALL - Was nun? 06.05.2011 09:27
von Conny1967 • 1 Beitrag

Hallo!

Ich bin 44 Jahre (w) ... Ich bin von Geburt an spastisch gelähmt. Also vergleichbar irgentwie mit einem Schlaganfall. Ich sitze viel .... seit einigen Jahren habe ich Probleme mit der Wirbelsäule, verstärkt die HWS. Alle Symptome, die ich habe kommen daher, denn alle Untersuchungen waren o.B. Ich habe Ohrenrauschen, Sehstörungen (verschwommen, Doppelbilder), Migräne mit Aura. Nun habe ich gelesen, das man durc´h die Migräne mit Aura einen Schlaganfall erleíden kann..... inwieweit ist das wahr???

lg conny

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