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Schwerer Schlaganfall nach OP

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.11.2011 08:34
von Hundemami • 1 Beitrag

Guten Morgen,

ich habe mich hier angemeldet weil wir sehr traurig sind.

Ich erzähle am besten der Reihe nach:

am 03.11.2011 wurde mein Vater am Herzen operiert (4fach-Bypass). Dann wachte er drei Tage nicht aus der Narkose auf. Da wurde dann ein CT von seinem Kopf gemacht. Ergebnis: ein älterer, leichter Schlaganfall. Am Tag nach dem CT wachte er auf. War halt benommen und verwirrt (Durchgangssyndrom) aber ansonsten stabil. Am 09.11. wurde er auf die "normale" Station verlegt. Dort verbrachte er einen Tag und wurde am Donnerstag, 10.11. in unserer Kreiskrankenhaus (auf die IMC) verlegt. Einen Tag später kam er wieder auf Intensiv (schwere Lungenentzündung) bzw. Isolierzimmer (wegen Verdachts auf Krankenhauskeim). Er bekam Breitband AB weil noch nicht klar war welcher Keim usw. Seine Werte verbesserten sich übers Wochenende und am Sonntag konnte man sich ganz gut mit ihm unterhalten. Wir dachte, jetzt geht es bergauf. Am Montag dann kams knüppeldick: Herzkammerlimmern/Herzstillstand, Wiederbelebung, künstliches Koma. Es war eine entsetzliche Zeit. Samstag, 19.11. wurde das Schlafmittel abgesetzt und er bekam nur noch etwas Beruhigungsmittel. Am Montag, 21.11, war ich bei ihm und da versuchte er schon zu sprechen. War aber undeutlich aber immerhin. Ich war dann zwei Tage nicht bei ihm und konnte somit nicht beurteilen wann es passierte. Am Donnerstag war ich wieder dort und da reagierte er überhaupt nicht mehr. War wie im Dilirium. Am Morgen wurde ein CT gemacht und wir fragten die Schwester da die Ärztin keine Zeit hatte. Sie laß dann den Bericht vom CT und da stand frischer Schlaganfall (natürlich in Fachbegriffen). Wie schwer und welcher Bereich wußten wir nicht. Am Freitag kam dann der Neurologe und schaute sich in 10 Minuten an und dann meinte er, eine Reha würde nix mehr bringen. Diese Woche am Montag hatten wir dann ein ausführliches Gespräch mit einer Ärztin. Sie meinte, unser Vater würde für immer ein schwerer Pflegefall bleiben. Der Schlaganfall wäre im Bereich des Sehzentrums. Was und wieviel zerstört wurde, könne niemand sagen. Sie versuchen eine Reha zu beantragen aber sie wissen nicht, ob sie durchgeht. Er kann jetzt selbstständig atmen, die OP-Wunde ist sehr gut verheilt, die Werte passen alle und jetzt diese verdammte Schlaganfall. Er bekommt eine PEG-Magensonde demnächst. Mein Vater ist 68 Jahre alt. Hat Zeit seines Lebens hart gearbeitet. Seit April ist er offiziell Rentner, hat zwei kleine Enkelkinder (meine Kinder) und freute sich so an ihnen. Es tut so weh ihn so zu sehen.

Ich weiß eigentlich gar nicht was ich fragen möchte. Natürlich möchte ich, daß er vielleicht doch wieder soviel Lebensqualität bekommt daß er wenigstens noch etwas von seiner Familie hat. Aber das kann sicherlich niemand beantworten. Wie sieht es dann mit der Pflege aus? Wäre das zu schaffen? Meine Mutter ist physisch und psychisch krank. Ich wohne zwar im gleichen Haus aber ich habe eben zwei kleine Kinder. Wie ist es für die Kinder (1,5 und 4 Jahre alt)? Der Große hat zudem ein Handicap (sel. Mutismus) und ist ein Angstkind. Die Kleine wird das unkompliziert aufnehmen. Gibt es überhaupt noch einen Funken Hoffnung für ihn? Kann man überhaupt feststellen welche Bereich "tot" im Gehirn sind?

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