#1

Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 06.09.2012 20:05
von surfer77 • 1 Beitrag

Hallo zusammen,

bin neu hier, will mich einmal vorstellen.

Ich bin 34(m), wohne im Raum Hamburg und wurde diese Woche nach einer diagnostizierten TIA aus dem Krankenhaus entlassen.
Ich hatte plötzlich Probleme, Wörter zu erkennen, das Sichtfeld ist rechtsseitig eingeschränkt gewesen. Die Symptome waren nach 5 Minuten wieder komplett weg, im Krankenhaus konnten keine medizinischen Gründe für die Symptome entdeckt werden. Lediglich beim Schluckecho wurde wurde bei mir eine PFO mit ASA (Loch im Vorhof mit Überlappung) festgestellt. Dies wurde als pot. Ursache identifiziert. Ich hingegen bin mir nicht sicher, ob das wirklich eine TIA war, da ich sonst keine Ausfallerscheinungen hatte - konnte mich artikulieren, sprechen, orientieren, etc)
Zur Prophylaxe wurde ich seit letzter Woche auf Marcumar eingestellt.
Bereits am ersten Tag konnte ich bereits die ersten Nebenwirkungen spüren:
- ständiges Schwindelgefühl
- Gereiztheit, Stimmungsschwankungen
- schwitze sehr oft
- Kribbeln im Unterarm/Hand/Bein (schlafen nachts ein)
- Blutdruck ist hochgegangen
- der Herzschlag hat an Stärke zugenommen (Puls ist gleich), sodass ich nachts nicht mehr schlafen kann. Ich spüre das Pochen im ganzen Oberkörper
- habe Probleme, sich bewegende Dinge (z.B. Autos) klar zu erkennen

Die Ärzte sagen zwar, dass ich mir das einbilde, ich gehe jedoch fest davon aus, dass das mit dem Medikament zusammenhängt.

Jetzt meine Frage: kennt jmd. diese Symptome bzw. kann wer berichten, ob dies immer so bleibt oder ob sich das legen kann?

Wenn ich das mein weiteres Leben mit mir rumschleppen muss, kriege ich Zustände.

Danke.

C.

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#2

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 28.01.2013 22:39
von Geschädigter (gelöscht)
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Hallo surfer77,
die geschilderten Symptome sprechen meines Erachtens ganz deutlich für einen Schlaganfall. Auch ein TIA wird nach den aktuellen Leitlinien als Schlaganfall bezeichnet.
Die genannten "Nebenwirkungen" kommen mir ebenfalls als Folge des Schlaganfalls sehr bekannt vor. Ich lebe seit vielen Jahren damit.
Marcumar wurde dir wohl gegeben, um weitere SA/TIA zu verhindern.
Allerdings habe ich von anderen Betroffenen gehört, dass Marcumar ein "Teufelszeug" ist. Marcumar kann selbst zur Blutung und daher zu SA führen. Bei strenger Kontrolle (tägliche Blut-Laboruntersuchung) ist es aber wohl ein gutes Mittel; zumal es von vielen Ärzten eingesetzt wird. Ich hatte sobald wie möglich (nach Absprache mit dem Neurologen) auf Asperin 300mg und später auf 100mg/täglich umgestellt.
Alles Gute &Grüße

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#3

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 29.01.2013 13:17
von janosch • 4 Beiträge

Zitat von surfer77 im Beitrag #1
Hallo zusammen,

bin neu hier, will mich einmal vorstellen.

Ich bin 34(m), wohne im Raum Hamburg und wurde diese Woche nach einer diagnostizierten TIA aus dem Krankenhaus entlassen.
Ich hatte plötzlich Probleme, Wörter zu erkennen, das Sichtfeld ist rechtsseitig eingeschränkt gewesen. Die Symptome waren nach 5 Minuten wieder komplett weg, im Krankenhaus konnten keine medizinischen Gründe für die Symptome entdeckt werden. Lediglich beim Schluckecho wurde wurde bei mir eine PFO mit ASA (Loch im Vorhof mit Überlappung) festgestellt. Dies wurde als pot. Ursache identifiziert. Ich hingegen bin mir nicht sicher, ob das wirklich eine TIA war, da ich sonst keine Ausfallerscheinungen hatte - konnte mich artikulieren, sprechen, orientieren, etc)
Zur Prophylaxe wurde ich seit letzter Woche auf Marcumar eingestellt.
Bereits am ersten Tag konnte ich bereits die ersten Nebenwirkungen spüren:
- ständiges Schwindelgefühl
- Gereiztheit, Stimmungsschwankungen
- schwitze sehr oft
- Kribbeln im Unterarm/Hand/Bein (schlafen nachts ein)
- Blutdruck ist hochgegangen
- der Herzschlag hat an Stärke zugenommen (Puls ist gleich), sodass ich nachts nicht mehr schlafen kann. Ich spüre das Pochen im ganzen Oberkörper
- habe Probleme, sich bewegende Dinge (z.B. Autos) klar zu erkennen

Die Ärzte sagen zwar, dass ich mir das einbilde, ich gehe jedoch fest davon aus, dass das mit dem Medikament zusammenhängt.

Jetzt meine Frage: kennt jmd. diese Symptome bzw. kann wer berichten, ob dies immer so bleibt oder ob sich das legen kann?

Wenn ich das mein weiteres Leben mit mir rumschleppen muss, kriege ich Zustände.

Danke.
meine mutter hat auch blutverdünner bekommen unmd nach absetzen dder medikamente seid dem hat sie wahnvorstellunngen der arzt nimmt uns aber leider nicht ernst
C.

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#4

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 04.02.2013 14:30
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Geschädigter,

die Aussage dass Marcumar ein Teufelszeug ist und man es bei täglicher Blutkontrolle im Griff haben kann ist, sorry, ein Blödsinn. Selbstverständlich kann es zu Blutungen kommen, doch muss man sich genau überlegen welches Risiko man in Kauf nimmt. Das einen erneuten Schlaganfall zu erleiden oder eine Blutung zu bekommen? Habe selbst 12 Jahre Marcumar genommen und ich nahm es um ein weiteres Schlaganfallrisiko zu vermindern. Was die tägliche Blutkontrolle angeht so muss man sagen, dass Marcumar seine Wirkung nicht nach Stunden entwickelt, sondern die Zeit bei 2-3 Tagen liegt. Somit ist eine tägliche Kontrolle Unsinn.

Beste Grüße
Willi Daniels


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#5

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 04.02.2013 19:12
von Geschädigter (gelöscht)
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Sicherlich hat jeder seine eigene Meinung zu Marcumar und jeder hat auch (möglicherweise) seine eigene Erfahrung mit Marcumar gemacht. Dies soll ja gerade eine Plattform hierfür sein.

Daher muss die Einnahme von Marcumar - bei allem Vorteil das es bietet - sorgfältig mit den Risiken abgewogen werden.
Nach Einnahme der Marcumar-Tablette wird das Medikament bei verschiedenen Patienten in unterschiedlichem Maße aufgenommen, was einerseits erklärt, dass jeder Patient eine individuelle Dosierung dieses Medikamentes benötigt, andererseits kontrolliert werden muss, welcher Anteil der Marcumar-Tablette tatsächlich in der Blutbahn die Wirkung entfaltet. Da Marcumar die Gerinnung über die Hemmung des Vitamin K bremst, kann nach der Abnahme im Labor künstlich die Vitamin-K-abhängige Gerinnung in Gang gebracht werden. Der mit dieser Methode ermittelte Quick-Wert in % ist zu interpretieren und ggf. muss die Dosis verändert/angepasst werden.

Bei einer Einstellung auf Marcumar bestehen am Anfang große Schwierigkeiten, bis durch eine richtige Dosierung einen konstant optimaler Quick-Wert erreicht ist, daher kontrollieren Neurologen (gerade Schlaganfallpatienten mit einem ischämischen Schlaganfall) bei der Gabe von Marcumar regelmäßig; in einigen Neurologischen Krankenhäusern/Abteilungen erfolgt dies täglich (mittels Blutabnahme).

Marcumar hat zahlreiche Risiken: vor allem sollten Marcumarpatienten immer einen Marcumar-Ausweis, eine Plakette oder eine gut auffindbare Hinweiskarte mit sich führen, damit im Falle eines Unfalls die richtigen Maßnahmen getroffen werden können. Bei Langzeiteinnahme kann es zu Allergien und einer Verminderung der Knochensubstanz (Osteopenie) kommen; weitere Nebenwirkungen sind bekannt.
Beste Grüße

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#6

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 04.02.2013 19:31
von Geschädigter (gelöscht)
avatar

Es verwundert daher nicht, dass Patienten, denen nach einem ischämischen Schlaganfall Marcumar gegeben wurde, und die daraufhin einen hämorrhagischen Schlaganfall (aufgrund von Marcumar) erlitten dieses Mittel als "Teufelszeug" bezeichnen.
Beste Grüße

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#7

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 05.02.2013 08:42
von Boje (gelöscht)
avatar

Hmmmmmm....bist Du Dir sicher, dass die Leute einen hämorrhagischen Schlaganfall aufgrund von Marcumar erleiden?
Soweit ich weiß entsteht soetwas durch platzende Blugefäße (meist bedingt durch Bluthochdruck, Arteriosklerose etc)
Und dann ist es natürlich fatal, wenn durch Marcumar die Gerinnungseigenschaft herabgesetzt ist.
Aber man kann nicht jedes Risiko einkalkulieren und ausschließen.

LG Marion

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#8

RE: Marcumar Nebenwirkungen

in Selbsthilfe 07.02.2013 11:01
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Geschädigter,

grundsätzlich sind ja deine Zeilen richtig. Ich denke dass du die Zeilen von irgendeiner Website reinkopiert hast, leider ist sie nicht aktuell. Der Quickwert ist mittlerweile Geschichte, wurde vom INR-Wert abgelöst.

Was die Einblutung anbelangt, es kann passieren dass die Einnahme von Marcumar eine Hirnblutung zur Folge hat. Meist Folge eines schlecht eingestellten Patienten, also mit INR-Werten weit oberhalb des therapeutischen Wertes. Die Blutung kann auch an anderen Stellen auftreten.

Beste Grüße
Willi Daniels


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