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Betreuer ernannt und Entscheidungen treffen

in SCHLAGANFALL - Was nun? 10.09.2013 20:51
von DSchaum • 1 Beitrag

Hallo,


mein Vater 69Jahre hatte am Samstag den 07.09.13 einen schweren Schlaganfall bekommen, es ist passiert als ich grade bei ihm zu Hause war, er hatte plötzlich die Buchstaben verwechselt , der rechte Arm hing runter, ich hab dann sofort reagiert, ihn hingesetzt und den Notarzt gerufen, der dann ca.20min später bei uns war.
Sein komplettes Sprachvermögen war weg und er hatte uns wohl nicht mehr verstanden.
In der Uni-klinik haben sie festgestellt das die linke Gehirnhälfte zu 75% nicht mehr reparabel ist, festgestellt wurde auch das die linke und recht Halsschlagader komplett zu sind und die Arterie im Nacken auch nicht mehr ganz offen ist, diese Arterien müssen laut Ärzte länger zu sein, so das sich einige neue Arterien gebildet haben um den gestörten Blutfluß zu kompensieren, nichts desto trotz sind alle Arterien in einem Katastrophalen Zustand und die Ärzte sprechen davon das er schwerste Behinderungen hat wenn er das überlebt.
Bei der Nachfrage von uns , was schwerste Behinderung bedeutet, lautet die Antwort von Lähmung des rechten Armes und Verlust des Sprachvermögens bis hin zur Bettlegrichkeit könnte alles passieren.
Der behandelte Arzt erklärte uns die Situation und stellte uns zwei Entscheidende Fragen:
1. Sollte aufgrund des Schlaganfalls der Kreislauf oder das Herz versagen , ob er dann reanimiert werden soll!
2. Wenn der Hirndruck steigt, ob er die Schädeldecke ein Stück aufgemacht bekommen soll, damit der Hirndruck nachlässt.

Bei Punkt eins, haben wir als Familie entschieden ihn dann gehen zu lassen weil es nicht in unserer Entscheidung liegt, sondern seine Organe versagen.

Bei Punkt zwei war die Entscheidung schwieriger, wenn wir es verneinen und der Hirndruck steigt stirbt er unweigerlich, bei einer Öffnung geht der Hirndruck runter und unter Umständen überlebt er, die Frage ist wie überlebt er??
Wir haben uns für die OP entschieden, aus dem Grund das die Ärzte uns vorher sagten das er bleibende Schäden haben wird, aber welche kann keiner sagen, wie ich Anfangs beschrieben habe.
Heißt also, wenn der Hirndruck nicht steigen sollte und er überlebt, hat er die gleichen Beeinträchtigungen als wenn er die Schädeldecke aufgemacht bekommt, es wird nicht besser und nicht schlechter.
Leider ist heute der Hirndruck zu groß geworden und er wurde operiert, sein Gesamtzustand ist stabil in weitesten Sinne.
Was ich damit eigentlich sagen will, das für uns Angehörige , damit meine ich alle auch euch, die Belastung extrem groß ist, man muß Entscheidungen für einen geliebten Menschen treffen und man ist nie sicher ob man es richtig macht oder nicht, 4 Tage zuvor war die Welt in Ordnung und plötzlich soll man über Leben und Tod des eigenen Vaters entscheiden.

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