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Nervenzusammenbruch nach Schlaganfall?

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 29.03.2016 08:18
von Rike • 1 Beitrag

Hallo,
ich bin völlig hilflos und hoffe, hier Hilfe zu finden.
Meine Mutter (67 Jahre alt) hatte vor 6 Monaten einen Schlaganfall durch Herzkammerflimmern.
Vor 4 Wochen ist sie aus der Reha nach Hause entlassen worden. Sie kann zwar mit Hilfe einigermaßen
laufen, die rechte Seite (Arm) ist teilweise gelähmt. Sie kann nicht mehr sprechen. Wiederholt immer nur
drei-vier bestimmte Worte. Nachsprechen geht ein wenig. Aber die Worte, die sie denkt, können mit
dem Mund nicht mehr selbstständig artikuliert werden. Schreiben und lesen geht auch nicht. Ganz mühsam hat sie gelernt ihren Namen zu schreiben. Sie lebt mit meinem Vater alleine in einem Einfamilienhaus. Ich koche für die beiden mit und kümmere mich um die Wäsche. Es kommt eine Putzfrau ins Haus. Auch die Sprach- und Krankengymnastiktherapien finden zu Hause statt. vor 6 Tagen haben wir sie wieder ins Krankenhaus gebracht, weil wir dachten, sie hätte einen 2. Schlaganfall. Das war aber nicht der Fall. Die Quickwerte waren trotz regelmäßiger Überprüfung durch den Hausarzt nicht in Ordnung. 3 Tage später am Karfreitag wurde sie wiederr entlassen-mußte aber jeden Tag zur Überprüfung der Quickwerte wieder dort hin. Es baute sich in den letzten tagen ein schrecklicher Zustand bei ihr auf: Sie hat nur noch geweint und geschrien. Sie hatte furchtbare Angst- und Panikattacken. Und schreckliche Schmerzen in Gesichts- Hals- und Brustbereich. Sie wirkte regelrecht hysterisch und wollte nur noch in meiner Nähe sein. Mein Vater tut alles für sie und er hat die ganze Zeit um sie gekämpft wie ein Löwe. Aber jetzt (gestern abend)war er auch mit seiner Kraft am Ende und wir haben gesehen, das wir sie alleine aus diesen Angst- und Schmerzzuständen und dem Wunsch zu sterben nicht mehr raus bekamen. Wir sind dann auf Grund der Empfehlung des einen Krankenhauses, wo sie zur Quickwertüberprüfung war(Stroke Unit Klinik in Kupferdreh/Essen) zu einer psychiatrischen Klinik gefahren. Es war schrecklich und grauenhaft. Man hat sie dort in die geschlossene Abteilung eingewiesen und dort ist sie jetzt seit gestern abend. Ich fühle mich als hätte ich sie verraten. Sie hat vor Angst geschrien als wir gestern gehen mußten und es war nur grausam. Wir sollen heute um 11.00 Uhr anrufen und dürfen sie dort heute nachmittag besuchen. War es richtig, was wir gemacht haben? Was sind das für Zustände und was hilft ihr dabei? Wo sollen wir uns hinwenden? Meine Eltern sollen zu uns ziehen-wir bauen bei uns an, sobald wir alle Genehmigungen beisammen haben und der Bauantrag genehmigt wird. Das will meine Mutter auch. Am liebsten von heute auf morgen. Aber ich habe auch davor Angst. Die Verantwortung ist so groß und wir haben auch noch Kinder an die wir denken müssen. Ich liebe meine Eltern und alles was wir für sie tun ist eine Selbstverständlichkeit. aber wie soll es weitergehen?? Wo kann man sich hinwenden um Hilfe zu bekommen? Von den Ärzten kommt nicht viel - abgesehen von der körperlichen Versorgung. Wir wissen nicht weiter...Gehört meine Mutter wirklich in eine geschlossene Nervenklinik? Was soll nun passieren??? Sie will eigentlich nur noch sterben was ich ihr nicht verdenken kann. Wie können wir ihr überhaupt noch helfen??ich bin ratlos und weiß nicht mehr weiter. bitte-kann ich hier irgendwie Hilfe finden?????

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