#1

Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 20.01.2008 01:16
von Friedrich • 40 Beiträge

Ich bin 70 % behindert mit einer Gehbehinderung, so steht in meinen Schwerbeschädigtenausweis. Nun kann ich wieder nach 3 Jahren der blöden Krankheit, "Gott sei Dank", Autofahren. Habe extra vor der Dekra eine Prüfung (Gutachten) dazu machen müssen, natürlich auch eine ärztliche Bescheinigung musste ich vorlegen. Nun habe ich beim Versorgungsamt Sachsen Anhalt einen Antrag gestellt, zur Nutzung von Behindertenparkplätzen. Leider ohne Erfolg. Für eine Nutzung des Behindertenparkplatzes muss man 80% behindert sein und noch eine Gehbehinderung haben. Ich habe den Antrag auf Erhöhung auf 80% schon dreimal gestellt. Immer wieder abgelehnt.
Mir ist klar, warum ich nicht die Nutzung des Behindertenparkplatzes bekomme. Ab 80 % bekäme ich auch eine Begleitperson zum Zug fahren und die brauchte dann nicht zu bezahlen. Das will ich gar nicht. Fahre so und so kein Zug. Ich möchte eigentlich nur, dass ich die Tür vom Auto richtig aufmachen kann, um auszusteigen, da es ja eben nicht ganz so geht, wie bei einen gesunden Menschen und ein Behindertenparkplatz ist eben breiter.
Was mache ich nun? Ich helfe mir selber, in dem ich so auf einen Parkplatz fahre, dass ich die Tür gut aufmachen kann und wenn ich dabei einen anderen Parkplatz blockiere. So spare ich noch 50€, die ich für einen Behindertenparkplatz an Verwaltungsgebühren zahlen müsste.

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#2

RE: Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 15:30
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Hallo Friedrich,

wenn ich ehrlich sein darf, so frage ich mich öfters mal, wer denn nun behindert ist und auf den Behindertenparkplätzen steht? Jeder grössere Markt und Einkaufszentrum hat ausgewiesene Behindertenparkplätze! Und wer parkt da? In der Regel Autofahrer, die nicht behindert sind und sich keine Vorstellung machen können, wie schwer es ist für einen Behinderten, wenn er kaum die Autotüre aufbekommt.

Ich bin zum Glück nur zu 50 % behindert, doch tu ich mich auch manchmal wegen meinem Wirbelsäulenschaden sehr schwer, wenn so ein "netter" Zeitgenosse zu nah an meiner Fahrertür parkt. Spricht man sie an, so erntet man alles andere als Verständnis.

Aber was solls, unsere Gesellschaft wird immer rücksichtsloser.

Beste Grüße
Willi Daniels

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#3

RE: Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 20:43
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo Friedrich,

das Problem mit dem Parken kenne ich auch, nur ist das in Österreich m.e. besser geregelt. Es kommt nicht auf die Prozente an, sondern jeder der einen Ausweis hat, darf auf einem Behindertenparkplatz stehen und braucht auch keine Kurzparkgebühren zahlen.

Ich war früher auch so gedankenlos, aber unbewusst. Ich dachte nicht daran, dass ein Behinderter die Tür ganz aufkriegen muss um ein und aussteigen zu können. Heute sehe ich das mit anderen Augen.

Bei meiner Bank habe ich noch nie einen Platz am Behindertenparkplatz bekommen, es ist wirklich schlimm und wenn ich könnte, würde ich das heute irgendwie gut machen. Sehe ich ein Behindertenfahrzeug, der den Platz brauchen könnte, fahre ich weg, obwohl ich die Berechtigung habe.

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#4

RE: Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 30.01.2008 23:19
von Detlef & Floh • 11 Beiträge

Hallo

Um einen Parkausweis zu bekommen muss man im Schwerbehindertenausweis aG stehen haben.Den letzten den ich darauf hingewiesen habe das er auf einen Behindertenparkplatz steht,sagte nur zu mir ich könnte ja meine Frau zu Hause lassen dann bräuchte ich auch keinen Behindertenparkplatz.Wir haben doch wirklich nette Mitmenschen oder?

Gruss Detlef und sein Floh

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#5

RE: Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 31.01.2008 00:39
von Friedrich • 40 Beiträge

Hallo Detlef,
es gibt auch Ausnahmeregeln, nur die gelten nicht in Sachsen Anhalt. Ich komme auch ohne diesen Parkausweis zurecht.
Mache es auf meine Art und spare dabei noch Geld.
Ich wünsche es keinen Menschen, weil diese Krankheit nicht heilbar ist, aber die Gesetzesleute müsste es nur mal eine Woche haben.
Gruß Friedrich

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#6

RE: Anwendung der Gesundheitsgesetze

in SCHLAGANFALL - Was nun? 31.01.2008 13:45
von Detlef & Floh • 11 Beiträge

Hallo Friedrich

Unsere Gesetzesleute interessiert so etwas nicht,die sitzen an ihrem Schreibtisch und haben keine Probs.Meine Freundin sitzt im Rolli und es stand nur das G im Ausweis,daraufhin hat sie auch keinen Parkausweis vom Landkreis bekommen.Es war ein Kampf das aG zu bekommen,Gutachten von Ärzten usw.Es is echt traurig was in unserem Land abläuft.

Gruss Detlef und sein Floh

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