#1

Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 15:59
von Bernadette
avatar

Hallo zusammen,

erst mal Danke, liebe Elli für den Tipp mit dem Forum hier. Ich habe mal eine Frage zur PEG.
Kurz zur Vorgeschichte: Meind Dad 68 J, vor 1 Jahr und 1 Monat schwerer SAB. Rechtsseitig gelähmt und hat eine globale Aphasie. Er wird daheim von Mama und dem Pflegedienst (kommen 2 x tägl.) betreut. Er hat nach wie vor eine PEG. Nun kann er aber seit gut zwei/drei Monaten gut essen (d.h. er kann wirklich alles essen und das ohne Probleme). Nur beim Trinken gibt es Probleme. Zum einen glaube ich persönlich, hat er angst zu trinken, weil er sich oft verschluckt. Schnabelbecher oder STrohhal - darauf reagiert er wütend. Der letzte Termin zum Schlucktest, der ja auch sehr positiv verlief ist nun fast 1/4 Jahr her. Frage: Muss die PEG wirklich noch so lange bei im bleiben bis er einwandfrei trinken kann? Gibt es keine Alternativen? Er soll nun auch die Tage einen Dauerkatheter bekommen (Bauchdecke) - wir hatten bis vor kurzem noch gehofft, dass er es schafft sich bemerkbar zu machen, wenn er muss. Aber leider ohne Erfolg. Er kann sich gar nicht bemerkbar machen

Was meint Ihr zur PEG? Ich danke im Voraus für Eure Antworten und grüße euch herzlich aus Frankfurt.

LG

nach oben springen

#2

RE: Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 16:05
von Lotti

Hallo Bernadette, schön dich hier zu lesen.

Versucht doch mal, deinem Papa das trinken aus einem völlig normalen Glas oder Tasse zu geben. Ich persönlich halte nichts, aber rein gar nichts von diesen Schnabelbechern. Holt euch aus der Apotheke Quick und Dick o.ä. und dickt es ihm etwas an, so wird das mit der Zeit auch besser mit dem verschlucken, denn auch hier heißt das Zauberwort Geduld *lach*. Da die Flüssigkeitsaufnahme sehr, sehr wichtig ist, muss die PEG leider solange drin bleiben, bis er genügend trinken kann. Aber lasst euch nicht verrückt machen, von wegen mindestens 3 Liter am Tag, meiner Meinung nach für so manchen zuviel. (Ich geh in Deckung).


*Wer nicht weiß, wie man Angst und Sorgen bekämpft, stirbt früh*
nach oben springen

#3

RE: Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 16:51
von Bernadette
avatar

Liebe Lotti,

huhu... - Ja, dieses Pulver (Quick&Dick)haben wir auch schon probiert. Das mag er überhaupt nciht trinken. Seit dieser Krankheit ist Papa leider noch ungeduldiger als er vorher schon war.... *seufz* Er mag aus den "normalen" TAssen/Gläser trinken und die bekommt er auch.... Wir versuchen etwas zu "mogeln" mit angedickten Fruchsäfte etc. ... aber wenn er es merkt wird er echt wütend...
Hm... ich dachte vielleicht gibt es ja doch eine Alternative wenigstens einen Schlauch von seinem Bauch zu haben - er bekommt ja bald den nächsten Schlauch (Dauerkathether

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Wie geht es Deiner MUM?

nach oben springen

#4

RE: Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 23.01.2008 20:26
von Lotti

Tja liebe Bernadette, die Ungeduld von deinem Papa scheint sich nicht wirklich gebessert zu haben *seufz*. Mir scheint, er verschluckt sich so am trinken, weil er wahrscheinlich auch das zu hastig macht. Schlingt er denn beim essen immer noch so? Mensch, alles nicht so einfach. Das einzige, was mir jetzt noch einfällt, auch wenn es sehr mühsam ist...leicht andicken und immer nur ganz kleine Schlucke ins Glas/Tasse. Auch wenn er sauer wird, es hilft ja nix.
Hat er denn mit der Haut Probleme oder warum soll er einen DK bekommen? Schafft deine Mama das denn alles noch? Kann sie ihm die Einlagen bzw. Schutzhosen selbst wechseln? Ein DK ist halt immer auch ein Infektionsrisiko.

Meiner Mama geht es soweit gut, sie macht jetzt zwar keinerlei Therapie mehr, nur noch mit mir, aber seitdem fühlt sie sich wesentlich wohler. Leider sieht das fast der Rest der "lieben Familie" wieder mal anders. So nach dem Motto: Die Frau (72)MUSS doch wieder alles können *grrr*, wie es ihr dabei geht interessiert niemanden so richtig.

Herzliche Grüße Lotti


*Wer nicht weiß, wie man Angst und Sorgen bekämpft, stirbt früh*
nach oben springen

#5

RE: Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 24.01.2008 10:22
von momo72 • 6 Beiträge

Hallo Bernadette,
schön, dass Du auch hier bist!
Wir haben bei meinem Papa auch alles möglich ausprobiert. Zum Schluss hatte meine Schwester einen Becher gefunden, der einer Schnabeltasse schon ein bisschen ähnelt aber der Trinkrand wie bei einem normalen Becher ist. Es gab aber so einen Einsatz für diesen Becher, damit das Flüssige nicht in einem Schwall rauskommt (ist ein bisschen schwer zu erklären) Dieser Becher war auch nicht ganz günstig aber damit hat es bei meinem Papa ganz gut geklappt. Ich frage meine Schwester mal, wo sie den her hatte.
Ich denke, dass mit dem Entfernen der PEG ist auch etwas abhängig vom betreuenden Arzt. Als mein Papa soweit feste Nahrung bei sich behalten konnte, war unser Arzt dafür, dass die Magensonde (durch die Nase) gezogen wird. Notfalls würde es für den Flüssigkeitshaushalt auch noch andere Möglichkeit geben. Da es dazu aber nicht mehr gekommen ist, kann ich Dir nicht sagen, welche Möglichkeiten er meinte (ich gehe mal davon aus, dass man ihm dann ab und zu eine Infusion gegeben hätte!?).
Aber ich muss Lotti Recht geben - also 3 L hat mein Papa auch nicht aufgenommen - es war wesentlich weniger aber auch unser Arzt und die Logopädin waren deswegen nicht unbedingt beunruhigt.

nach oben springen

#6

RE: Frage

in SCHLAGANFALL - Was nun? 24.01.2008 16:54
von Bernadette
avatar

Tach zusammen und schön Euch zu lesen (Momo, Lotti all die bekannten lieben Menschen aus dem anderen Forum).

ERst mal danke Euch für Eure Antworten...

Ja Lotti, Paps verschlingt immer noch das Essen. Habe auh mit div. Ärzten gesprochen - das bringt die Krankheit mit sich. Alle Versuche ihm klar zu machen, dass er sich verschlucken kann, etc. scheitern oft... Er ist sowas von ungeduldig... alles muss ganz schnell gehen, sonst "flippt" er regelrecht aus... *ufff*

Tja wegen des DK - er ist leider oft Wund. Eine Zeitlang wurde es auch mit den Urinalkondomen versucht, aber das ist ja auch keine Dauerlösung....

Mama wechselt ihn die Windel, aber sie ist ja auch den ganzen Tag alleine mit ihm (Pflegedienst kommt morgens u. abends) - ist natürlich auch nicht einfach für sie... zumal sie auch nicht mehr so fit ist.... Ach, ich habe echt das Gefühl, wie mans macht.... iss es net rischtisch.... meine Nerve....

Danke für Eure Tipps und Antworten - werde weiterhin versuchen, regelmässig hier meine Fragen und die dazugehörende Antworten suchen bzw. finden.

Wünsche allen einen schönen Abend (muss weiter arbeiten :-()

LG

nach oben springen

Kostenloser Counter
Besucher
0 Mitglieder und 7 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: beni
Forum Statistiken
Das Forum hat 1630 Themen und 6678 Beiträge.

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0