#11

RE: Verschluss der Arteria Vertebralis / Kleinhirninfarkt

in SCHLAGANFALL - Was nun? 12.05.2011 12:44
von Danny • 4 Beiträge

Zitat von juliedavia
Hallo. Ich bin 46, sportlich, rauche nicht und lebe eigentlich gesund. Abends ein zwei Gläser Wein sind meine einzigen Laster.
In der ersten Weihnachtwoche 2007 erlitt ich einen Kleinhirninfarkt wodurch nachweislich Zellgewebe des Kleinhirns abstarb, bzw. zu Schaden kam. Dieser Infarkt wurde laut meinen Ärzten (2 von einander unabhängige, und nach zweimaliger Kernspinntomographie) durch einen totalen Verschluss der linken Arteria Vertebralis ausgelöst. Dieser Verschluss wiederum sei auf eine Disksektion der betroffenen Arteria zurück zu führen, eine wohl schon ältere Verletzung wie sich nach der zweiten Kernspinn herausstellte. Nach Heparin wurde ich rasch auf Marcumar eingestellt und möchte jetzt - Ende Februar, Anfang März - Macumar ausschleichen lassen um auf ASS 300 zurück zu greifen. Mein Arzt sagte, das kann man so verantworten, klang aber nicht wirklich überzeugt. Der zweite Arzt machte keine Aussage, er ist eine anerkannte Kapazität in der Radiologie. Er sagte aber zu meinem Hausartzt, dass wenn es sich um eine ältere Verletzung handelt, wir vom Marcumar weg können und zwar sehr kurzfristig. Da ich März definitiv wieder arbeiten muss, bzw. möchte, ist ASS vielleicht die bessere Lösung da meine Arbeit Gefahren birgt, Verletzungen etc.
Im Augenblick fühle ich mich gut, die anfänglichen Beschwerden- Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Kopf- und Nackenschmerzen, sind Vergangenheit. Hin und wieder (alle paar Tage) habe ich eine Art Blackout, der etwa eine Minute jeweils dauert. Ich bin dann total neben der Kappe. Es ist, als ob ich dann nur ein Zuschauer bin und alles um mich herum wirkt unwirklich, komisch halt und realitätsfremd. Klare Gedanken - außer etwas Angst - sind da fast ausgeschlossen. Ich konnte das aber bis jetzt gut managen. Jetzt meine Frage: Sind diese Blackouts zurückzuführen auf das abgestorbene Gewebe, auf den erlittenen Schlaganfall, oder handelt es sich um neue kleine Schläge, um neue Ereignisse?
Habe ich mit ASS wirklich ein höheres Risiko einen erneuten Schlaganfall zu bekommen? Ist mein Anliegen, auf ASS umzustellen vertretbar? Könnte ich durch meine Erklärung den Ärzten gegenüber --- wieder schnell arbeiten zu wollen -- diese beeinflusst haben, dass sie ungeachtet der Situation einfach ihr OK (weg von Marcumar hin zu ASS) gaben?
Ich bedanke mich im voraus: Ein Freund!

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#12

RE: Verschluss der Arteria Vertebralis / Kleinhirninfarkt

in SCHLAGANFALL - Was nun? 12.05.2011 18:52
von iziho • 6 Beiträge

Hallo, Danny,

ich hatte im Oktober 2010 einen Kleinhirn-Infarkt rechts aufgrund Verschluss der A. Vertebralis rechts. Bei mir hiess es, dass diese Arterie wahrscheinlich schon von Geburt an sehr klein und "mickrig" gewesen sei (laut Radiologe). Meine Beschwerden waren (und sind es zum grossen Teil immer noch) starker Drehschwindel, Übelkeit mit Erbrechen und Gleichgewichtsstörungen. Ausserdem Nackenschmerzen. Ich habe von Anfang an nur ASS 100 sowie Simvastatin 10 mg bekommen. Das wäre laut meiner Neurologin die Standardmedikation. ???? Ich habe seit geraumer Zeit neurologische Physiotherapie, aber geholfen hat es noch nicht viel, aber wahrscheinlich ... Geduld, Geduld. Meine "Blackouts" bezeichne ich als "Schwächeanfälle", da habe ich das Gefühl ich weiss kaum noch meinen Namen. Wieso das plötzlich kommt und womit es schlussendlich zusammenhängt (wie bei Dir auch) vermag ich - leider - nicht zu sagen.

Mehr kann ich Dir leider dazu auch nicht erzählen.

Gruss - Iziho

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#13

RE: Verschluss der Arteria Vertebralis / Kleinhirninfarkt

in SCHLAGANFALL - Was nun? 13.05.2011 09:30
von Danny • 4 Beiträge

Hallo - alle zusammen - bin seit gestern im Forum -
Erlitt im November 2010 einen Kleinhirninfarkt - genau wie bei dir - Verschluss der Arteria vertebralis links mit 45 Jahren -
auf Grund des Alters wurden meine Beschwerden nie ernst genommen........... - ich bekam plötzlich einen Drehschwindel horizontal und vertikal und tatsächlich so schnell, daes mir davon schlecht wurde, zudem Brechdurchfall - es grasierte zu der zeit mal wieder ein magen-darm-virus und so wurde das mit dieser vermutung abgetan......... da es mir insgesamt die tage danach nicht besser ging, bekam ich vom Hausarzt Infusionen gegen starken Druckkopfschmerz plus Durchblutungshilfe des Kopfes - simpel ausgedrückt _- hab den Namen vergessen -. Kopfschmerzen, leichter Schwindel-dadurch Gleichgewichtsstörungen und allg. Abgeschlagenheit, wie halt bei nem gripp. Infekt blieben - " Besuch" in der Notaufnahme des hiesigen Krankenhauses - mit einer sehr guten Schlaganfallabteilung übrigns - ......... da ich aber z.Z. " nur" unter starken Kopfschmerzen litt, wurde ich nach den üblichen "Null8/15 Checks = BE, RR, EKG - und einer Spritze mal schnell in den Oberschenkel gejagt, wieder nach hause entlassen. Erst als ich am nächsten Tag - durch privates "B-Vitamin" ins krankenhaus eingewiesen wurde, stellte sich nach dem CT heraus, dass "da irgendwas ist" - so wortlich - "enteder ein Tumor oder ein Schlaganfall ! - musste mit der Botschaft erst mal bis zum nächsten morgen warten, als gegen 9 uhr endlich ein MRT gemacht werden konnte. Dann erst die Gewissheit : Es war ein Kleinhirninfarkt und zwar an dem Tag, als ich unter dem Drehschwindel.....s.o. litt - mein Linkes halsgefäß ist komplett zu - auch hieß es- das sei angeboren -zur beruhigung die Aussage: wie man mit nur einer Niere leben kann, könne man auch ohne weiteres mit nur einem intakten Gefäß leben - nach einer Woche in der Schlaganfallabteilung- Verlegung auf die " Innere" wurde mir eröffnet, ich müsste nun Marcumar nehmen - flugs war in meinem Medi-döschen eine mir unbekannte Tablette= marcumar drin - sollte dann den Infozettel marcumar... - unterschreiben, was ich wegen mangelnder Er-bzw. Aufklärung seitens der Stationsärtin eben nicht einfach so tat !!!! - das musste ich an der Stelle ENDLICH MAL LOS WERDEN !!! -
seit nunmehr 8 Jahren macht mich dieser Umgang sprich: Null8/15 Dumm-Patient seitens der Ärzte mehr als wütend !!!
Im Besonderen natdie tatsache, dass ich jahrelang mit meinen Beschwerden alleine gelassen wurde, da organisch nie was festgestellt werden konnte - überweisungen zu diversen Fachärzten richtig erbettelt! -und ich so in die schublade: Psychosomatik gesteckt wurde - bis zu dem tag, als eine noch soo junge Frau einen Schlaganfall erlitt - plötzlich war das richtig interessant ! - zumal ich " nichts zurückbehalten habe" - galt ich fast als med. Wunder - keine Motorikschwächen ect. pp. - keine veranlassung zu einer anschließenden Reha............ - es folgten Kontroll-MRT´s / Doppler - mit der Hoffnung, es handele sich um einen Abriss - das hätte bedeutet, dass das Gefäß " sich von alleine" wieder öffnet.
War bei mir leider nicht der Fall - also weiterhin Marcumartherapie !
Trotzdem Möglichkeit nach einem Jahr nach Infarkt auf ASS umzusteigen - wird aber erst nach Doppler und MRT im Nov. 2011 entschieden.
Mir wurde nicht mal erklärt, dass es ein höheres Risiko, einen erneuten Schlaganfall zu erleiden (unter "nur" ASS), gäbe.
Leide seit ca. März 11 unter gelegentlichen Gleichgewichtsstörungen, leichten Schwindel, permanten Druckkopfschmerzen, extreme Lichtempfindlichkeit, Herzklopfen ( Blutdruck super- Puls zu hoch!!) und leichter Übelkeit.
In der Hoffnung auf Aufklärung - Gedankenaustausch - und natürlich auch Tipps - von Mitleidenden, bin ich diesem Forum bei getreten - durch eigene Erfahrung plus monatelanger Internetrecherche , möchte ich auch gerne anderen helfen - soweit es mir als Laie möglich ist - sei es auch nur zum "Zuhören" /Trost spenden !
Ist schon bodenlos, wie mangelhaft man als Patient aufgeklärt wird und dass aus diesem Grund solche Foren wie dieses aus der Erde spriesen, wie erwünschtes Unkraut !!!!!!
Was ich nur nicht verstehe, dass ich von einer Dame angesprochen wurde - gekennzeichnet als : Antwort auf Frage von Danny, meinem Benutzernamen, obwohl ich gar nichts geschrieben hatte !!! ?????
Außerden suche ich noch nach Antworten auf deine Frage ( von anderen Mitgliedern verfasst) - vielleicht bin ich zu "blind" ?? - leide sowieso unter Sehstörungen :):)
Das Einzige, was ich dir sagen kann, ist, dass du Marcumar nicht langsam "ausschleichen " lassen musst, sondern recht schnell auf ASS umsteigen kannst - s.a. ev. Operationen - da heißt es ja auch nicht: "Warten sie mal ein paar Monate, bis Marcumar gänzlich abgesetzt werden kann"
Hab ich auch in der Marcumar-Schulung gelernt - bei einer anstehenden wichtigen OP- als Bsp. - kannste sofort auf Heparin umsteigen.
Eine - bisher noch nicht "gelesene" Frage lautet : Was habt ihr für Infos über etwaige Folgen der Marcumartherapie nach etlichen Jahren bekommen ?????
(Laut Schulung) heißt es, Marcumar hat gar keine Nebenwirkungen -
die Ängste vor ca. 30 jahren oder so... der damaligen Marcumarpatienten, werden heute abgetan
und sind doch in aller Munde............ die Ärzte hüllen sich in Schweigen bzw. antworten geschickt ohne zu antworten..... !!!
Ein schönes WE
und halte mich auf dem Laufenden :)
Lieber Gruß
Danny

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#14

RE: Verschluss der Arteria Vertebralis / Kleinhirninfarkt

in SCHLAGANFALL - Was nun? 14.05.2011 19:06
von birne • 255 Beiträge

hallo danny,

wenn du die marcumar nicht mehr nehmen willst dann geh zuerst zum neurologen und rede mit dem (ich habe über 4 jahre marcumar genommen und ich war das so leid) und dann wirst du weiter sehen.

birne

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