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"Werkstatt Pflegestützpunkt"

in Gesundheitswesen und Politik 07.02.2008 15:25
von Gast
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Beratungsstelle in Ingelheim wird Modellpflegestützpunkt.

Ingelheim (kobinet) Mit dem am 18. Januar gestarteten Modellvorhaben des Bundesgesundheitsministeriums "Werkstatt Pflegestützpunkt" werden bundesweit Pflegestützpunkte errichtet, um beispielhaft den Aufbau und die Vernetzung aller pflegerischen Angebote in Pflegestützpunkten zu erproben. Die Beratungs- und Koordinierungsstelle Ingelheim wird dabei für das Bundesland Rheinland-Pfalz zum Modell-Pflegestützpunkt ausgebaut.

"Pflegestützpunkte sollen die Beratung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen erheblich verbessern. Ziel ist es, in den Pflegestützpunkten das Wissen und die Erfahrung aller, die in der Pflege Hilfe und Unterstützung leisten, zentral an einem Ort zu bündeln. Damit finden die Menschen schnell, unkompliziert und wohnortnah Antworten auf alle Fragen rund um die Pflege. Das Land Rheinland-Pfalz kann dabei auf einer bewährten Struktur von Beratungs- und Koordinierungsstellen (BeKo) aufbauen", so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer gestern in Ingelheim. Gemeinsam besuchten die beiden Ministerinnen die BeKo-Stelle in Ingelheim, die modellhaft und beispielgebend für die bundesweite flächendeckende Einführung als Pflegestützpunkt erprobt wird. Getragen wird das Modellprojekt vom VdAK/AEV Rheinland-Pfalz, der BeKo-Stelle Ingelheim, dem Landkreis Mainz-Bingen und vom Land Rheinland-Pfalz.

Pflegestützpunkte sollen erste Anlaufstelle für Menschen bei Fragen zur Pflege sein. Sie bieten Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen, aber auch Menschen, die noch keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, Beratung und Information, Unterstützung bei der Auswahl der für sie passenden Angebote und ein umfassendes Fallmanagement. Auch die Vernetzung der pflegerischen Angebote vor Ort gehört zu ihren Aufgaben, heißt es in einer Presseerklärung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums. Träger des Modells ist die Landesvertretung des VdAK/AEV. Der Einzugsbereich des Initiativ-Pflegestützpunktes in Ingelheim umfasst rund 26.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Unter dem Dach des Pflegestützpunktes sollen erstmals die unterschiedlichen Beratungsangebote gebündelt werden.

Trägerin der BeKo-Stelle Ingelheim ist die Arbeitsgemeinschaft aller ambulanten Pflegedienste in Ingelheim. Sie arbeitet eng mit dem Landkreis und der Stadt zusammen, zu nennen sind hier beispielsweise Projekte für demenzkranke Menschen, aber auch die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus und dem Seniorenbüro. Neben der Beratung und Begleitung im Einzelfall arbeitet die BeKo-Stelle gemeinsam mit der Kommune am Aufbau eines Netzwerkes und erfüllt damit auch ein wichtiges Kriterium des Pflegestützpunkt-Konzeptes. hpt

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