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Gerichtsurteil: Aus für teure Pharma-Geschenke an Ärzte

in Gesundheitswesen und Politik 08.02.2008 18:47
von Gast
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München (ddp). Pharmaunternehmen dürfen Ärzten keine teuren Geschenke machen. Dies verbiete sich durch das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, urteilte das Landgericht München. Der Arzt müsse sich bei der Verschreibung von Medikamenten ausschließlich von den Interessen seiner Patienten leiten lassen und dürfe nicht in den Verdacht einer «unangemessenen und unsachlichen» Beeinflussung durch Arzneimittelhersteller kommen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Gerichts. In dem Verfahren hatte ein Verband von Pharmaunternehmen gegen einen Medikamentenhersteller geklagt, der Ärzten im Internet umfangreiche Rabatte auf Wasserspender und kostenlose Beratungen zum Thema Praxismanagement angeboten hatte. Der Verband kritisierte, dass die angesprochenen Ärzte sich verpflichtet fühlen könnten, als Gegenleistung für diese Geschenke, verstärkt Medikamente des Herstellers zu verschreiben. Das Gericht vertrat zudem die Ansicht, das Imagewerbung bei Ärzten in einer Höhe von mehreren Hundert Euro zusätzlich auch unter das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb falle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 1HKO 13279/07)

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