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Süddeutsche leben am längsten

in Aktuelles aus der Presse, Forschung, Gesundheitswesen und Politik 19.07.2008 10:45
von Admin • 34 Beiträge

DPA - Freitag, 18. Juli, 15:27 UhrBerlin (dpa) - Menschen in Baden-Württemberg leben im Schnitt deutschlandweit am längsten, Bürger Mecklenburg-Vorpommerns dagegen am kürzesten.

Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Berlin vorgestellten Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).
Frauen in Baden-Württemberg leben im Schnitt 83 und Männer 78 Jahre, in Mecklenburg-Vorpommern sind es dagegen nur 81,4 Jahre bei Frauen und 74,5 Jahre bei Männern. Die nach der Wiedervereinigung noch stärkeren Unterschiede zwischen geringerer Erwartung in Ost- und höherer in Westdeutschland würden immer geringer, sagte die Studienleiterin Gabriele Doblhammer-Reiter. Bayern und Hessen zählen nach Baden-Württemberg zu den Spitzenreitern.
Insgesamt werde die Lebenserwartung weiter ansteigen, sagte die Demografie-Expertin. Derzeit liegt sie in Deutschland im Schnitt bei 82 Jahren für Frauen und 77 für Männer. Die Bundesrepublik liege auf Platz 9 von 17 europäischen Ländern. In Japan lebten die Menschen mit im Schnitt 85 Jahren weltweit am längsten. Die optimistischsten Szenarien gingen von drastischen Anstiegen bis zu 95,4 Jahre bei Frauen im Jahr 2050 für die Bundesrepublik aus.
Vor allem Fortschritte in der Krebstherapie könnten die Lebenserwartung im Schnitt ansteigen lassen, sagte VFA-Geschäftsführerin Cornelia Yzer. «Unser Ziel ist, aus Krebs nicht mehr das Todesurteil, sondern mindestens eine chronisch verlaufende Krankheit, wenn nicht sogar eine heilbare Krankheit zu machen.» Es müsse insgesamt darum gehen, dass Jung und Alt produktiv bleiben könnten, sagte Yzer bezüglich erwarteter Schwierigkeiten für die Sozialsysteme durch die wachsende Zahl Älterer.
Stetiges Absinken der Sterblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten habe es gegeben durch im Schnitt gesünderen Lebensstil, insgesamt verbesserte medizinischer Versorgung und Vorsorge sowie damals neuen Therapien. Auch statistisch wirksam seien Mittel gegen Schlaganfall, Bluthochdruck und Herzleiden gewesen sowie gegen Lungen- und andere Leiden bei Neugeborenen, sagte Doblhammer-Reiter. «Die Lebenserwartung ist stark angestiegen, weil die Säuglingssterblichkeit und weil die Sterblichkeit im hohen Alter enorm zurückgegangen ist.»

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