in Ernährung
27.07.2008 19:08
von
Willi Daniels
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Berlin (AP) Transfettsäuren entstehen beim industriellen Härten pflanzlicher Öle. Die Hydrierung der ungesättigten Fettsäuren erhöht den Schmelzpunkt und sorgt zum Beispiel dafür, dass der Konsument sich auch bei Zimmertemperatur streichfeste Margarine aufs Brot schmieren kann. Die Transfettsäuren fallen dabei nur als Nebenprodukt an. Die Fetthärtung erhöht auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln, denn das Fett wird nicht ranzig.
Aber verbesserte Konsistenz und Haltbarkeit haben ihren Preis, denn Transfettsäuren gelten als sehr schädlich. Gesichert ist, dass die Stoffe die Blutfettwerte gleich doppelt negativ beeinflussen: Ebenso wie gesättigte Fettsäuren erhöhen sie den Wert des «schlechten» Cholesterins LDL. Zusätzlich senken sie aber auch die Konzentration des «guten» HDL-Cholesterins. Dieses ungünstige Verhältnis steigert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Stoffe den Blutdruck, das Diabetes-Risiko, die Entwicklung des Kindes im Mutterleib oder Entzündungsprozesse im Körper ungünstig beeinflussen. Der Grund für die schädliche Wirkung liegt im Abbau der Stoffe: Die mit der Nahrung aufgenommenen Fette werden im Darm absorbiert und gelangen mit dem Blut zu Organen, Muskeln und anderem Körpergewebe. Dort wird ein Teil der Fettsäuren in die Zellhüllen eingebaut.