#11

RE: Nach Schlaganfall , Klin. Pflege teilweise ungenügend!

in SCHLAGANFALL - Was nun? 19.08.2008 08:19
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo Günter,

ich wusste nicht, dass du schwer behindert bist, bin ich auch fast.

Trotzdem, wenn meine Frau Schmerzen hat, versuche ich ihr zu helfen und wenn das ein voller Urinbeutel ist, der die verursacht, dann mach ich es halt selber, wenn niemand anderer Zeit hat.

Meine Frau war den ganzen Tag über ein Jahr bei mir im Spital und hat das auch gemacht.

Ich sehe schon ein, dass du verbittert über unser/euer Gesundheitssystem bist und klar könnte vieles besser sein, aber wer zahlt das.

Man sollte aber die Perspektive nicht verlieren. Wir sind alle Menschen und Fehler passieren. Letztendlich will jeder für sich das Beste, nur keiner will dafür zahlen. Das geht nicht!!!

Sei ein wenig toleranter.

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#12

RE: Nach Schlaganfall , Klin. Pflege teilweise ungenügend!

in SCHLAGANFALL - Was nun? 19.08.2008 10:19
von hoffnung

Hallo Günther,
ich war mit zwei SA auch im Krankenhaus und in der Reha, insgesamt 7 Monate.
Ich war linksseitig gelähmt und im Rollstuhl.
Ich möchte Dir mal meine Sichtweise schildern, nicht mehr und nicht weniger.
Nach einem SA bist Du nicht nur körperlich behindert, sondern bist auch psychisch stark mitgenommen.
Es strengt dich alles wahnsinnig an und regt dich auch auf.
Wenn ich mehrere Besucher hatte, fing ich an zu schwitzen und bekam Panik.
Die Therapien gingen bei mir von 8 Uhr 30 bis 16 Uhr,
zwischendurch eine Stunde Mittagspause, wo ich nur kaputt auf dem Bett gelegen habe.
Wenn endlich das Wochenende kam, war ich erleichtert über die Atempause, die brauchte ich auch.
Es ist ein sehr langer Weg zur "Genesung", man kann sich nicht ständig auspowern.
Es gehört ja schon ein enormer Wille und Anstrengung dazu sich nicht aufzugeben und weiterzumachen.
Manche Tage habe ich gar keine Kraft, z.B. heute, nach über drei Jahren.
Du hast nach einem SA nicht immer die gleiche Kondition, es gibt gute und schlechte Tage.
Manchmal ist man verzweifelt weil nichts mehr ist wie vorher.
Ich bin dann einfach ruhiger, mein Mann weiß dann schon was los ist.
Manchmal ist der Ton in den Kliniken etwas rau und auch nicht angebracht,da stimme ich Dir zu.
Ich möchte aber auch nicht mit den Schwestern oder Pflegern tauschen, die machen einen harten Job.
Ich habe nur Gutes erfahren, was meine Behandlung anbelangt.
Nette und sehr hilfsbereite Schwestern, bei mir war es so.
Ausserdem habe ich immer versucht ganz viel selber zu machen und wurde deswegen oft ausgeschimpft.
Das ist aber eine andere Geschichte.
Eigentlich wollte ich nur sagen: Das Wochenende braucht man um neue Kraft zu tanken.
Hab Geduld, Ihr könnt soviel erreichen, es dauert halt lange.
Liebe Grüße von Marion (hoffnung

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