#1

Was kommt da auf uns noch zu?

in Gesundheitswesen und Politik 24.10.2007 12:28
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo alle hier,

Ulla Schmidt macht sich`s einfach und bittet die Hausärzte zu Regresszahlungen, weil sie der Meinung ist, die Ärzte verordnen zu viel.
Da wurde ein Arzt zu 40 000 Euro verdonnert und er muss jeden Fall den er verordnet hat dokumentieren und begründen. Was zur Folge hat, dass kein Arzt mehr eine Therapie verordnet.

Ich bin neugierig, wann unsere Gesundheitsministerin Dr. Kdolsky auch dahinter kommt, wie man auf Kosten der Patienten sparen kann.

Ist das schon der Beginn der zwei Klassen- Medizin?

Leute sorgt vor, auf uns kommen harte Zeiten zu.

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#2

RE: Was kommt da auf uns noch zu?

in Gesundheitswesen und Politik 24.10.2007 13:08
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge
Hallo Manfred,

ich denke mal du hast einen gewissen Beitrag in einem anderen Forum gelesen, wie ich auch.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es für den Patienten nicht erfreulich ist, wenn das eine oder andere von der Krankenkasse nicht übernommen wird.

Doch wenn ich lese, die sogenannte „Gesundheitskasse“ und die „Ulla Schmidt“, so frage ich mich langsam ob hier nur gemeckert wird ohne die Zusammenhänge zu kennen?

Seit Jahren lese ich ständig Kommentare eines gewissen Betroffenen wegen „seiner“ Gesundheitskasse, der AOK Hessen. Ich habe ihn nicht nur einmal darauf hingewiesen, dass es nervt, wenn er ständig über seine Mitgliedschaft bei dieser Krankenkasse jammert. Aber so wie mir scheint, jammert er lieber als was zu unternehmen. Er könnte mit einem Wechsel zu einer anderen Krankenkasse nicht nur einiges an Geld einsparen sondern vielleicht auch zusätzlich noch Geld bekommen.

Ob nun eine gewisse Therapie verordnet werden kann, soll und wie lange, das ist doch wirklich nicht Sache des Gesundheitsministeriums. Erinnere da mal an die Hippotherapie. Seit über 25 Jahren wird versucht, dass diese m.E. gute Therapieform in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen wird. Doch hier treffen verschiedene Meinungen von Fachleuten aufeinander, die dann letztendlich eine positive Entscheidung für den Patienten verhindern.

Ich möchte hiermit zum Ausdruck bringen, dass ich nicht gerade begeistert bin über das System unseres Gesundheitswesens, möchte aber klar sagen, dass es vollkommen unabhängig ist, wer dem Gesundheitsministerium vorsteht. Über die Äußerung unserer Ministerin in Sachen Verringerung der Kassenanzahl kann man sehr geteilter Meinung sein. Wir hatten hier mal mehr als 1000 Krankenkassen. Zur Zeit sind es m.W. noch ca. 220. Wenn das was die Ministerin empfiehlt, es würden 50 Kassen reichen, sich durchsetzt, dann würde ich das sehr bedauern. Denn nicht die wirtschaftlich guten Kassen würden übrig bleiben, sondern diejenigen, die zwar die Größe haben, aber nicht wirtschaftlich arbeiten. Wenn man sich die Verwaltungskosten pro Mitglied bei den Kassen ansieht, so kann man nur hoffen, dass AOK´s und auch div. Ersatzkassen nicht zum Zuge kommen und kleinere Krankenkassen übernehmen. Ich finde, Konkurrenz belebt auch in dem schwierigen Markt der Krankenkassen das Geschäft.

Die Zweiklassen-Medizin gibt es, wenn man ehrlich ist, doch schon seit längerer Zeit. Ich habe mal in einem Beitrag im Münchner Merkur sehr scharf kritisiert, dass Bestrebungen wie in England in Gange sind, ab einem gewissen Alter dieses oder jenes nicht mehr zu bezahlen. Das betrifft in erster Linie Operationen wie z.B. eine künstliche Hüfte. Ich habe damals öffentlich den sarkastischen Tipp gegeben, dass die Kassen dann ab einem gewissen Alter einem zumindest noch eine Pistole finanzieren sollten. Nachzulesen unter merkur-online.de unter Archiv > Willi Daniels

Nun möchte ich erst einmal Schluss machen und bin gespannt auf die Meinungen anderer.

Beste Grüße
Willi Daniels
zuletzt bearbeitet 24.10.2007 16:58 | nach oben springen

#3

RE: Was kommt da auf uns noch zu?

in Gesundheitswesen und Politik 24.10.2007 18:58
von 2.Klassen Reform
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Hallo !

Ich möchte mit dem nachfolgenden keinen Staub aufwirbeln, aber mal generell zu dieser
heissen Diskussion mal was anmerken:
Mein Lebensgefährte war vor ein paar Jahren monatelang auf die Krankenfahrten zur Ergotherapie angewiesen.
Ich weis jetzt nicht genau, welche ominöse Irrgedanken eine gewisse "Gesundheitskasse" geritten hatte, aber die haben mir dann wirklich weis gemacht, dass mein Lebensgefährte diese Fahrten nur von ihnen kostenlos erhält, wenn ich mein Kind bei mir abmelde ( BEK ) und bei dieser KK anmelde.
Das habe ich aus lauter Angst auch getan, denn ich hätte nicht die Möglichkeit gehabt, mit einem Säugling diese Fahrten eigenständig zu übernehmen und Geld für die kontinuierlichen Taxifahrten hatten wir auch nicht. Ich fragte dann noch, ob ich die Abmeldung bei der BEK vornehmen sollte und da wurde mir gesagt, dass dies automatisch passiert.
Nachdem dann diese KK bei der BEK die Abmeldung vornahm, rief mich die BEK an und fragte nach den Gründen für die Abmeldung meines Kindes. Ich erklärte unsere Situation und wurde dabei aufgeklärt, dass das absoluter Nonsens war. Die BEK war empört und hat sich umgehend auf höchster Ebene mit der Gesundheitskasse in Verbindung gesetzt und mit der Veröffentlichung dieses Quatschs gedroht..... lange Rede, kurzer Sinn:
Die Krankenfahrten haben wir auf Rezept dann umgehend ohne Mehrkosten erhalten und die Mitgliedsschaft von meinem Kind wurde sofort rückgängig gemacht und ist seither wieder bei mir versichert.
Soweit von Irrgedanken und den Machenschaften. Und das wir eine 2-Klassen-Gesellschaft haben, merkt man bei der Vereinbarung von Terminen bei Fachärzten doch eh, wenn die Frage kommt: Sind Sie Privat- oder Kassenpatient ?!

Viele Grüsse

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#4

RE: Was kommt da auf uns noch zu?

in Gesundheitswesen und Politik 24.10.2007 20:38
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo,

nun, in Österreich muss eine Therapie vom Chefarzt der Krankenkasse bewilligt werden und dann bezahlt die Krankenkasse ca. die Hälfte dazu.

Ich war eigentlich nur erschüttert, dass ein Arzt zu 40 000 Ero Rückzahlung aufgefordert wurde, weil er zum Wohle des Patienten entschieden hat.

Wenn ich mir ansehe, wie der Herr Elsner (Bawag Skandal mit Milliarden Verlust)sofort von unserem ersten Herzspezialisten, Prof. Wollnar innerhalb weniger Tage einen Bypass bekam, wo andere Patienten jahrelang darauf warten, frage ich mich schon, wieso das die Allgemeinheit bezahlen muss, obwohl er sich noch eine Millionen Abfertigung zugestanden hat.

Ich will mich nicht beklagen, ich war selber sehr gut versorgt. Nur mache ich mir schon Gedanken, dass manche "gleicher" sind und wieso?- Korruption, Bestechung, Freunderlwirtschaft.

Den Herrn Elsner würde ich verdonnern, mit nur 800 Euro im Monat auszukommen, damit er am eigenen Leib spürt, dass es nicht sein Geld war, das er als Chef der Bank war,verzockt hat, sondern Kundengelder von Menschen, die mit 8oo Euro auskommen müssen.

Tut mir leid, das musste ich los werden.

Liebe Grüße Manfred


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