#11

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 13.12.2008 11:39
von Isabelle • 8 Beiträge

vielleicht denke ich ja auch ganz gerne daran, wenn es schon sonst niemand tut - sicher, mein Mann. Keine Frage, er hat damals sehr gelitten! Aber für ihn ist das Thema vorbei, ich kann höchstens noch mit meiner Ma darüber reden, die denkt auch jährlich wieder daran zurück.
Nur so runtergezogen wie gestern hats mich halt noch nie! Bin ehrlich selber auch ein wenig darüber erschrocken!

danke für Eure aufmunternden Worte! Beim nächsten Mal gehe ich wenigstens erstmal gleich zum Hausarzt.

lg

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#12

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 13.12.2008 17:07
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo Isabelle,

nun, wenn du sagst, es ist nicht so schlimm, dann bringt ein Arztbesuch eh nichts, außer Chemiebomben in Form von Antidepressiva und die machen dich noch antriebsloser.

Ich habe meinen Beitrag gleichzeitig mit euch geschrieben und kannte deine Antwort auf Steffis Beitrag noch nicht, sonst hätte ich dir keinen Psychologen empfohlen. Ich denke nämlich, dass du dich ganz gut selber aus einem kurzfristigen Tief rausmanövrieren kannst.

Ich selber kann das auch und wie Steffi sagt, ein Tief hat ein jeder Mal.

Trotzdem bin ich überzeugt, dass jeder Mensch alles erreichen kann, auch ein Studium neben dem Job und Kinder.

Du findest im Vorfeld im Internet alles, was du für ein Psychologiestudium an Wissen brauchst, dazu kannst du dir Zeit lassen, soviel du willst. Du musst dich also nicht mit Termine belasten. Und wenn du dich zum Studium anmeldest, schaffst du das in kurzer Zeit und brauchst nicht ständig anwesend zu sein. Dann hast du selber Erfahrung mit einem Schlaganfall, das bringt dir Vorteile.

Ich weiß, gerade junge Menschen sind im Aufbau und Finanzen sind das ganze Leben ein Thema.

Ich z.B. dachte nach meiner Hirnblutung nicht daran, dass ich je die finanzielle Möglichkeit haben werde, eine Weltumsegelung anzugehen, wenn das Schiff dazu schon einiges kostet, mit dem ich das machen will, dann die Besatzung erst. Ich brauche ja Marineros und einen Skipper, die mich unterstützen und die wollen bezahlt werden!!!

Als realistischer Mensch habe ich gut verdienend in meinem Vorherigen Leben erst in der Pension daran gedacht, das zu machen.
Nun, ich bin jetzt 57 Jahre und könnte schon lossegeln, weil ich mir mit Aktienhandel das Geld verdient habe.
Das hätte ich nie gemacht, wenn ich noch in meinem Labor arbeiten würde. Da war meine Arbeitszeit von 6:00 Uhr bis 23:00 Uhr und nie hätte ich das Aufwachsen meiner Enkelin so intensiv miterlebt, wie jetzt.

Ich hätte auch keine Bücher geschrieben um einmal unabhängig von der Pension ein Einkommen zu haben.
Jede andere Voraussetzung im Leben und es tun sich neue Türen auf!!!

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#13

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 14.12.2008 13:04
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Hallo Isabelle

Ich denke , wenn es immer nur zum Jahrestag auftritt , ist das ein Stück weit normal.
Bin zwar nicht Betroffene aber auch als Angehörige denkt man gerade dann öfters daran.
Aber ich denke , inwieweit Du mit den SA klarkommst , kannst nur Du selber wissen.
Jeder ist halt verschieden,der eine kommt gut damit zurecht,der andere verdrängt es ,der andere verzweifelt dran.
Vielleicht horchst Du einfach mal in Dir selber rein,ganz bewußt.

*Manfred
Du bist überzeugt , das jeder Mensch alles erreichen kann.
Dem stimme ich absolut nicht zu.
Vielleicht erreicht man es über kurz oder lang, aber es wird garantiert irgendwas auf der Strecke bleiben.
Und das ist in den meisten Fällen der Mensch selber.
Ich würde z.B. alles dafür geben , meine Ausbildung zu beenden , wirklich alles.
Aber ich bin dem Spagat zwischen Familie,Job und Schule nicht gewachsen gewesen.
Dabei bin ich nicht mal Betroffene , sondern Angehörige.
Und ich würde mich nicht unbedingt als schlecht belastbar beschreiben.
Zu einem Studium gehört auch noch eine ganze Ecke mehr als zu einer einfachen Ausbildung.
Ob man das so nebenbei übers Internet machen kann , sorry aber da habe ich doch so meine Zweifel.

LG
Corinna

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#14

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 14.12.2008 15:50
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo Corinna,

wahrscheinlich hast du Recht, jemand der keine Zukunft erkennen kann, wird es gar nicht versuchen.
Es ist auch schwer, mit Kind, Haushalt und Pflege neben dem Beruf, eine Zukunft für sich zu sehen, da beneide ich dich auch nicht.
Du bist ausgefüllt mit deiner Arbeit und funktionierst nur für deine Familie!!!
Genau so wäre es mir früher auch gegangen und ich hätte keine Zeit für was anderes gehabt. Das ist mit ein Grund, warum ich schreibe, mir geht`s jetzt besser als vorher.

Diese Erkenntnis habe ich erst nach meiner Hirnblutung erlangt.
Aber Corinna, wenn du es nicht versuchst, wirst du es nicht erfahren, was für dich möglich ist. Das ist auch ein wenig, eine Einteilungssache.

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#15

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 14.12.2008 16:42
von Isabelle • 8 Beiträge

Hallo Corinna und Manfred,

ich sehe das ähnlich wie Manfred. Es gibt Dinge, die sind mir einfach wichtiger zu erreichen, dafür lasse ich dann anderes einfach weg oder erledige es nur mit minimalstem Aufwand. Dadurch schaffe ich natürlich längst nicht alles, was ich mir so vornehme, aber dafür bleibt kaum was von dem, was mir wichtig ist auf der Strecke! Andere alltägliche Dinge dagegen leider schon: da ist z.B. mein Haushalt. Den bekomme ich einfach nicht so hin, wie ich es gerne hätte, manchmal brauche ich Wochen, um einen Wäschekorb mit sauberer Wäsche wegzuräumen...... für sowas bin ich einfach nicht bereit an meine Grenzen zu gehen. Und trotzdem komme ich mir selber immernoch zu kurz, aber wenigstens bin ich nun auf eine Idee gekommen, wie ich wenigstens wieder in den Genuß von Büchern komme: neben meiner Hausarbeit höre ich jetzt häufiger Hörbücher,mir war anfangs gar nicht bewußt, wie sehr ich das Lesen in den letzten Jahren vermißt habe!
Nun werden die Kinder langsam größer und ich hoffe, daß mir das auch etwas mehr Zeit wieder für MICH bringt! Ihre Bedürfnisse werden zwar auch anders und sicher nicht weniger, aber auf Dauer werden sie mir wohl nicht mehr lange am Rockzipfel kleben!
Ich habe mich letzten Sommer bereits an der Uni informiert, die Studiengänge für die ich mich interessieren würde sind Sprachtherapie (ähnlich wie Logopädie, nur eben als Studium - nur leider ist mein Abi dazu zu schlecht), Psychologie und Biologie.
Wenn ich diesen Weg einschlage, dann auf die Art, wie Manfred es auch vorgeschlagen hatte:
Ich werde mir einiges an Literatur besorgen und bevor ich mich einschreibe versuchen, das ein oder ander zu lernen bzw mir klar zu werden, ob es das richtige Fach ist. Zeit dafür habe ich genug! Psychologie z.B. hat am Anfang noch gar nichts mit Psychologie zu tun, da gibt es erstmal eine Menge Statistik zu lernen. Damit werde ich erst einmal anfangen, ebenso wie ich dringend mein Englisch aufpolieren muß. Damit habe ich genug zu tun, bevor ich überhaupt daran denken kann, mich einzuschreiben. Für ein "normales" Vollzeitstudium fehlt es mir nunmal wirklich an Zeit und an Belastbarkeit. Wenn ich den WEg bis dahin durchhalte, werde ich auch ein Studium schaffen.
Ich denke auch, daß jeder das erreichen kann, was er sich vornimmt. Der eine schafft es schneller, der andere auf sehr unkonventionellem Weg. Die Menscheit hat allgemein viel zu sehr das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verloren! Ich habe seit dem SAF gelernt, auf meinen Körper zu hören. Ich kenne mich inzwischen sehr gut und weiß, wie es mir geht. Das fing an, als ich im ersten Jahr Marcumar nehmen mußte. Ich weiß nicht mehr ob wöchentlich oder alle zwei Wochen Blut abgenommen wurde, jedenfalls fiel mir eines Tages beim WArten auf das ERgebnis auf, daß ich den Wert auf 0,1 genau voraussagen konnte. Ob er gestiegen ist, oder gefallen ist, ich wußte es! Später dann haben wir eine Weile mit der TEmperaturmethode verhütet bzw es damit dann direkt auf Nachwuchs angelegt. Auch hier hatte ich innerhalb kurzer Zeit raus, wie mein Körper "tickt". In der Schwangerschaft wurde mir bewußt, daß die meisten Frauen sich nur noch auf Halbgötter in weiß verlassen und von Ultraschall zu Ultraschall zittern, ob mit dem Bauchkrümel denn auch alles in Ordnung ist. Soweit ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nämlich mittlerweile gesunken, daß man sich nicht einmal mehr auf seine Urinstikte verlassen mag! Ähnlich verhält es sich vielleicht auch mit dem, was man sich zu erreichen zutraut. Man sagt so schön: wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Als ich kurz Germanistik studiert hatte, habe ich mein Latinum nachgeholt, obwohl ich bereits wußte, daß mir Lateinkenntnisse reichen würden, und die hatte ich mit dem halben Kurs bereits nachgewiesen. Aber ich war es mir einfach schuldig, bis zum Ende zu gehen, es war wohl auch ein Test für mich, was mein Kopf noch kann ;) Keiner hat verstanden, daß ich mir das angetan habe, aber ich war so stolz hinterher, das hat mir unheimlich gut getan!
Ich hoffe, mein Mann erträgt es noch eine Weile, daß ich ihm teilweise morgens aus meinem Wäschestapel jeweils frische Socken und eine neue Unterhose fische, denn sonst wird es zusätzlich mit einem Studium wirklich eng...! Aber bisher hat er mir noch immer geholfen, wenn mein Haushaltsberg in unerreichbare Höhen gewachsen ist! Eines Tages schaffe ich das aber sicher auch noch!

liebe Grüße,
Isabelle

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#16

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 14.12.2008 18:08
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Hallo Manfred

Deine maßlose Arroganz fasziniert mich jedesmal aufs Neue.

Ich weiß wirklich nicht , wann ich je gesagt habe "ich sehe keine Zukunft"
Gerade jetzt beschäftige ich mich sogar sehr damit.

Wenn Du richtig gelesen hättest , wäre Dir vielleicht auch aufgefallen ,das ich es versucht habe.
Ich habe also erfahren , was für mich möglich ist.
Aber Arbeit,Schule,meine drei Kids und die ganzen Umstände hier ist nicht unter einem Hut zu bekommen.
Da kommst Du mit Deiner "Einteilungssache" auch nicht weiter.

Was oder wem nützt es denn , wenn man das alles mit Brachialgewalt durchzieht aber gleichzeitig sich oder anderen damit weh tut.
Ich weiß nicht ob Du mit "Erkenntnis" diese Art von Egoismus meinst .
Mein Ding ist es nicht.
Dann bin ich lieber mit meiner Arbeit ausgefüllt und funktioniere MIT meiner Familie und nicht FÜR sie.


@ Isabelle
Dir wünsche ich wirklich , das Du alles so hinbekommst , wie Du es Dir vorstellst.


LG
Corinna

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#17

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 15.12.2008 12:01
von Manfred- Mader • 337 Beiträge

Hallo Corinna,

wir wollen hier nicht streiten, aber dieser Satz hat nicht dich betroffen, ich schrieb:

"wahrscheinlich hast du Recht, jemand der keine Zukunft erkennen kann"

Wenn du mich deshalb maßlos arrogant findest, weil du dich mit "jemand" identifizierst, muss ich wohl damit leben.

Liebe Grüße Manfred


Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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#18

RE: mein schwarzes Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 15.12.2008 12:34
von Corinna Iden • 532 Beiträge

*schmunzel
Ach Manfred , ich weiß schon genau, wie es gemeint ist.
Also wirst Du halt damit leben müssen.

Aber in einem Punkt hast Du recht,hier will ich nicht streiten,das kann man woanders besser.

LG
Corinna

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#19

Neues aus meinem schwarzen Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 23.03.2009 18:04
von Isabelle • 8 Beiträge

Hallihallo,
da bin ich wieder, und mit mir gibt es Neuigkeiten aus meinem schwarzem Loch.
Letzten Freitag passierte es aus heiterem Himmel: ich bin wieder hineingefallen. Warum? Ganz beiläufig habe ich in der Arbeit erfahren, daß ein Außendienst-Kollege (den ich noch nicht einmal kenne) vor einem Jahr einen schweren Schlaganfall hatte und daher nicht soviele Termine wie die anderen Außendienstler bekommen möchte.
Diese Info hat gereicht, mich völlig aus der Bahn zu werfen. Ich dachte an meine Zeit, ein Jahr nach dem Schlaganfall zurück und war dann den restlichen Tag ziemlich deprimiert. Bin ziemlich darüber erschrocken, daß diese kleine Info ausgereicht hat, mich so zu beeinflussen! Ich bin jetzt doch mal ernsthafter ab Überlegen, ob ich morgen zu meinem Hausarzt gehe, und ihm man davon erzähle. Denn irgendwie kann es doch nicht sein, daß ich mich "ständig" um dieses Thema drehe und keinen Ausweg finde!

Ich habe mich im Januar an der Fernuni Hagen eingeschrieben, Studiengang Rechtswissenschaften. Jetzt im April geht es los, ich warte täglich auf meine Studienunterlagen. Zweifel haben mich hier aber natürlich auch schon wieder gepackt: ist das überhaupt zu schaffen? Bin ich belastbar genug? Vielleicht kommen diese Depris ja auch, wenn ich mal wieder über meine Grenzen gegangen bin? - in der letzten Zeit habe ich meist länger als 4h täglich gearbeitet, und zu Hause warten ja auch noch Haushalt und Kinder auf mich. Die letzten wochen waren insofern recht anstrengend, da wir alle irgendwie auch noch ständig krank waren. Wenn sowas alles zusammen kommt, macht sich meine Belastbarkeit anscheinend doch bemerkbar? Kann man Belastbarkeit trainieren? Ich dachte eigentlich, ich wäre in den letzten Jahren wieder belastbarer geworden, oder war das jetzt in den letzten Wochen zuviel? Seit Mitte September 08 arbeite ich vormittags 20h/Woche (nach 7 Jahren Kinderpause zu Hause) und dachte eigentlich, daß das gut machbar wäre. während meiner Kinderpause war ich auch nicht untätig und habe versucht, einen Onlineshop auf die Beine zu stellen, das wird mir jetzt aber doch zuviel, daher gebe ich diesen vermutlich noch in diesem Jahr wieder auf.

wielange verfolgt einen denn so ein verflixter SAF, hört das denn irgendwann einmal auch wieder auf??
Ich sehe mich nur morgen wieder beim Doc sitzen und sagen: eigentlich geht es mir schon wieder ganz gut, weiß auch nicht wirklich warum ich jetzt hier bin... ach mensch, freitag hatte ich leider keine Möglichkeit mehr, so kurzfristig noch einen Termin zu bekommen...

lg
isabelle

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#20

RE: Neues aus meinem schwarzen Loch

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 23.03.2009 21:06
von Steffi Köster • 364 Beiträge

Hallo Isabelle..

ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Studium der Rechtswissenschaft. Kein leichtes Unterfangen..ich weiß wovon

ich spreche, weil ich an der Fernuniversität Hagen Wirtschaftswissenschaften studiert habe.

Es gehört eine wahnsinnige Selbstdisziplin und eine gehörige Portion Organisationstalent beim Studium der

Fernuniversität dazu..

Nicht zuletzt, weil Du gerade durch Haushalt und Kinder immer wieder abgelenkt wirst..und Dich an manchen

Tagen auch ablenken lassen möchtest.

Viel Glück und gutes Gelingen




Herzliche Grüße

Steffi
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