#71

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 10.12.2009 18:54
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Anja , selbstverständlich musst Du den Termin wahrnehmen.
Deine Eltern werden es sicher auch wollen.
Du brauchst auch absolut kein schlechtes Gewissen zu haben,es hängt ja einiges von dem Termin ab.

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#72

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 10.12.2009 21:45
von Elke Rosenfeld • 84 Beiträge

Hallo Anja,

deine Gewissensbisse sind ganz verständlich! Trotzdem darfst du dich selbst nicht aus den Augen verlieren und tun was für dich zu tun ist.
Du bist eine tolle Tochter und kümmerst dich rührend um deine Eltern. Und deine Eltern wissen das. Sie werden dich verstehen und nicht wollen, dass du dich selbst vernachlässigst!

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

LG Elke

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#73

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 11.12.2009 23:04
von attila7 • 12 Beiträge

Hier mal das neueste Update.

Heute war ich wieder bei meinem Vater... Es war Weihnachtsfeier im Heim.
Mittlerweile kann mein Vater wieder teilweise alleine essen, mit Kuchen klappt es wunderbar. Er kann auch wieder alleine sein Glas halten. Die Pflegerin meint, er wäre ein Stehaufmännchen, sowas hätte sie noch nie erlebt. Er sitzt unterm Tag viel in seinem Rollstuhl im Gemeinschaftsraum, singt wohl Lieder mit (davon konnte ich mich noch nicht überzeugen) und meldet sich auch, wenn er mal muss.
Allerdings gibt es auch negatives... Er wird immer weniger und baut zusehends ab. Mich hat er erstmal gar nicht wahrgenommen. Nach ein paar Minuten hat er dann doch gemerkt, dass ich da bin. Und nach 10 min. hat er mich das erste Mal wieder weggeschickt. Nach einer halben Stunde wurde er so grantig und nervös, dass ich gegangen bin.

Bin heute irgendwie positiv, habe aber wieder gesagt bekommen, dass es in seinem Zustand jederzeit vorbei sein kann..

grüße Christine

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#74

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 21.02.2010 18:55
von attila7 • 12 Beiträge

Nachdem es die letzten Wochen ruhig um meinen Vater wurde, alles hat sich irgendwie eingespielt, ist er heute mittag friedlich eingeschlafen. Er verweigerte heute früh jegliche Nahrung und stand nicht mehr auf. Ich denke, er wollte einfach nicht mehr.

In tiefer Trauer

Christine

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#75

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 07:47
von Willi Daniels • 1.247 Beiträge

Liebe Christine,

mein aufrichtiges Beileid zum Tode Deines Vaters. Es fehlte ihm einfach die Kraft und der Wille. Auch wenn sein Ableben Dich sehr schmerzt, so sei froh dass er friedlich gehen durfte.

Herzliche Grüße
Willi Daniels


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#76

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 10:14
von Klausp • 99 Beiträge

Christine

ich möchte Dir mein herzliches Beileid aussprechen.


Lieben Gruß

Klaus

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#77

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 15:18
von Elke Rosenfeld • 84 Beiträge

Liebe Christine,

es tut mir sehr leid für dich, dass dein Vater nun nicht mehr bei euch ist.

Es scheint wirklich so, als habe er sich so entschieden um seinen Frieden zu haben.

Alle Gute für dich und viel Kraft, deinen Kummer zu verarbeiten!

LG
Elke


"Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: "Warum ?".
Ich träume von Dingen, die es noch nie gegeben hat, und frage: "Warum nicht ?"

(George Bernhard Shaw)

-------------------------------------------------------------------------------

Sorge nicht um das, was kommen wird.
Weine nicht um das, was vergeht.
Aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren,
und weine, wenn du dahintreibst im Strom der Zeit,
ohne den Himmel in dir zu tragen.

(Friedrich Schleiermacher)

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#78

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 20:57
von attila7 • 12 Beiträge

Vielen Dank für Euer Mitgefühl.

Im Moment überwiegt wirklich noch die Erleichterung, dass er nicht länger leiden musste. Durch den ganzen Organisationsstress komme ich auch gar nicht richtig zum "Trauern". Ich kann nicht weinen und bin einfach nur leer. Renne von einem Termin zum anderen. Auch habe ich heute seine Sachen im Heim gepackt und weggebracht. Jetzt muss ich da nicht mehr hin, das nimmt mir eine große Last. Die Beerdigung ist organisiert, mein Bruder, der ja immer noch angeschlagen ist, hilft mir sehr. Jetzt muss nur noch der Donnerstag vorbeigehen, denn da ist sie. Dann komme ich bestimmt auch mal dazu, mir eine ruhige Minute zu gönnen.

Liebe, traurige Grüße

Christine

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#79

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 21:59
von Corinna Iden • 532 Beiträge

Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.

Es tut mir wirklich leid , Christine.

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#80

RE: Angehörige sind auch Betroffene

in Anlaufstation für Sorgen, Ängste, Stimmungen und Emotionen. 22.02.2010 22:01
von Elke Rosenfeld • 84 Beiträge

Liebe Christine,

ja im Moment funktionierst du nur, tust deine traurigen Pflichten. Gut, dass du Hilfe von deinem Bruder hast.

Zeit und Ruhe zum Trauern wirst du sicher erst in den nächsten Tagen und Wochen finden ... und ich hoffe auch Frieden und neue Kraft!

LG
Elke


"Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: "Warum ?".
Ich träume von Dingen, die es noch nie gegeben hat, und frage: "Warum nicht ?"

(George Bernhard Shaw)

-------------------------------------------------------------------------------

Sorge nicht um das, was kommen wird.
Weine nicht um das, was vergeht.
Aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren,
und weine, wenn du dahintreibst im Strom der Zeit,
ohne den Himmel in dir zu tragen.

(Friedrich Schleiermacher)

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